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Hannover Zukunftswerkstatt beteiligt sich an Sanierung des Ihme-Zentrums
Hannover

Ihme-Zentrum Hannover: Zukunftswerkstatt will sich an Sanierung beteiligen

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18:27 02.02.2020
Das am Fluss gelegene Ihme-Zentrum ist seit vielen Jahren sanierungsbedürftig. Quelle: Michael Wallmüller
Hannover

Wer zahlt für die seit Langem überfällige Sanierung des Ihme-Zentrums? Im Januar haben Investor Lars Windhorst und die Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) einen Vergleich präsentiert, der die Gewerbetreibenden und auch die Zukunftswerkstatt im Ihme-Zentrum teuer zu stehen kommt. Demnach müssen die Eigentümer von Gewerbeflächen zusammen mindestens 50 Millionen Euro aufbringen, die vor allem in die Wiederherstellung des maroden Sockelgeschosses fließen sollen.

Auf die Zukunftswerkstatt im Ihme-Zentrum, wo ein gleichnamiger Verein an Konzepten für die Wiederbelebung des Komplexes arbeitet, kommen anteilig 160.000 Euro an Kosten zu. „Obwohl der Vergleichsbeschluss einige Mängel enthält, werden wir nicht dagegen klagen, um einer sofortigen Umsetzung nicht im Weg zu stehen“, sagte Hans Mönninghoff, einer von drei Geschäftsführern der Zukunftswerkstatt-GmbH, nun nach einer Gesellschafterversammlung der HAZ.

Zukunftswerkstatt gilt als Gewerbefläche

Der Vergleich sieht vor, dass sich alle Eigentümer von Gewerbeflächen nach Flächengröße an der Sanierung beteiligen, nicht aber die 550 Eigentümer der Wohnungen. Hintergrund ist die Klage einer Wohnungsbesitzerin, die vor dem Amtsgericht stellvertretend für die Eigentümergemeinschaft eine Sanierung erwirken wollte. Während der im vergangenen Jahr eingestiegene Großinvestor Windhorst 96 Prozent der Gewerbeflächen hält, verteilt sich der Rest auf kleinere Betriebe wie Kneipe, Kampfsportschule und eine städtische Kita.

27 Mitglieder des Vereins Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum sind Gesellschafter der Ihmeplatz-7E-GmbH, die die Räume der Zukunftswerkstatt 2017 gekauft hat. Die GmbH wurde ausschließlich zum Zweck gegründet, die Räume zu kaufen und an den Verein als Kommunikations- und Kulturzentrum für das Stadtquartier zu vermieten. Nun soll sie trotzdem von den 50 Millionen Euro Instandsetzungskosten 160.000 Euro aufbringen, weil sie zwar nicht gewinnorientiert, formal aber ein normaler Gewerbeeigentümer ist.

Windhorst will für Akten zahlen

„Wenn jetzt tatsächlich mit der Sanierung begonnen wird, werden wir im Herbst mit einer Geldbeschaffungskampagne starten und sind zuversichtlich, dass wir das Problem dann lösen können“, sagte Mönninghoff. Der frühere städtische Dezernent berichtet von konstruktiven Gespräche mit der Hausverwaltung und dem örtlichen Vertreter des Großinvestors. Diese hätten ihre Unterstützung zugesagt, dass die Zukunftswerkstatt durch das Finanzproblem nicht gefährdet wird. „Als ein Baustein werden wir unsere umfangreichen Ihme-Zentrum-Akten an die WEG verkaufen“, kündigte Mönninghoff an. Windhorst sei bereit, den Kauf zu finanzieren.

Zusammen mit ihren Räumen habe die Zukunftswerkstatt-GmbH rund 200 Ordner mit Unterlagen über den Bau von der Witwe des damaligen Statikers gekauft, darunter Lagepläne und statische Berechnungen. Diese seien eine große Hilfe bei der Sanierungsplanung. „Wir sehen erstmalig Licht am Ende des Tunnels der Ihme-Zentrums-Sanierung“, sagte Mönninghoff.

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Von Gabriele Schulte

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