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Hannover Karstadt Kaufhof schließt Verteilzentrum in Hainholz
Hannover

Karstadt-Kaufhof: Verteilzentrum in Hannover-Hainholz macht dicht

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18:00 06.08.2019
Nach der Fusion der beiden Kaufhausketten Galeria Kaufhof und Karstadt haben die Warenhäuser den neuen Namen Galeria Karstadt Kaufhof bekommen. Quelle: Moritz Frankenberg
Hannover

Der vom Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof angekündigte Logistikumbau betrifft auch das Kaufhof-Verteilzentrum in Hannover-Hainholz. Dort sind im Gewerbegebiet am Schachtebeckweg zurzeit noch zwölf Mitarbeiter beschäftigt, wie der Gesamtbetriebsratssprecher Logistik am Dienstag der HAZ sagte. Der „regionale Servicepunkt“ in Hainholz werde Ende Juni 2020 geschlossen. Das einstmals große Kaufhof-Lager war schon in den vergangenen Jahren erheblich verkleinert worden. Hauptsächlich werden dort Waren von großen Lastwagen auf Filialfahrzeuge umgeladen. Das Unternehmen in Essen wollte zu der Schließung nicht Stellung nehmen.

Betriebsrat: Höhe der Abfindungen unbefriedigend

Der Konzern hatte am Montag angekündigt, zwei Logistikstandorte in Frechen und Erfurt sowie vier kleinere regionale Verteilzentren zu schließen. Außer Hannover sind dies Stuttgart, Würzburg und Berlin. Der Interessenausgleich und der Sozialplan dazu seien am Montag unterzeichnet worden, teilte das Unternehmen mit. Insgesamt werden laut Betriebsrat 900 bis 1000 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verlieren. Die Höhe der Abfindungen sei sehr unbefriedigend, sagte Hans-Kaup, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats Logistik bei Kaufhof in Köln. „Für einen Lagerarbeiter, der 20 Jahre dabei ist, sind das nur um die 25 000 Euro brutto.“ Die Sparte Logistik habe Kaufhof im Juli 2012 ausgegliedert. Seitdem hätten sich die Gehaltstarife deutlich verschlechtert. Ein Teil der hannoverschen Mitarbeiter werde Ende März kommenden Jahres, der andere Ende Juni den Job verlieren.

Kaufhof-Logistik betroffen

Das Unternehmen hatte sich nach der Fusion der beiden Kaufhausketten Karstadt und Kaufhof im März dieses Jahres in Galeria Karstadt Kaufhof umbenannt. Karstadt hatte schon im vergangenen Jahr angekündigt, die Logistik zusammen mit dem Dienstleister Fiege neu aufstellen zu wollen. Die Fiege Gruppe mit Stammsitz im westfälischen Greven zählt zu den führenden Logistikanbietern in Europa.Von dem aktuellen Sozialplan seien keine Karstadt-Mitarbeiter betroffen, sagte ein Sprecher des Karstadt-Betriebsrats in Essen der HAZ: „Das ist ein Kaufhof-Problem, wir haben bei Karstadt schon vor Jahren zentralisiert.“

Der Konzern sieht in der Logistik auch für Drittkunden eines seiner wesentlichen Wachstumsgebiete für die Zukunft. Doch sei es nach dem Zusammenschluss von Karstadt und Kaufhof notwendig geworden, die Strukturen neu zu ordnen. Mit den Einsparungen an Personal und Sachkosten könne auch ein künftiges Drittkundengeschäft zu wettbewerbsfähigen Konditionen betrieben werden.

Warenhäuser als City Hubs

Der Konzern will künftig neben den verbliebenen großen Logistikstandorten in Unna, Essen-Vogelheim und Köln-Porz auch viele der 180 Warenhäuser als sogenannte City Hubs für die Belieferung der Kunden über die letzte Meile nutzen und diesen Service zusätzlich anderen Unternehmen anbieten.

Die Kaufhauskette war im Juni komplett von der Signa-Holding des österreichischen Investors René Benko übernommen worden. In diesem Zusammenhang hieß es, alle vier Filialen in Hannover sollen vorerst erhalten bleiben. Der erste Mietvertrag – für die Filiale an der Marktkirche – läuft nach Angaben der Gewerkschaft Verdi in Hannover im Juni 2022 aus.

Ein Kaufhof-Betriebsrat in Hannover wollte sich am Dienstag nicht dazu äußern, wie die Kollegen die Lage aktuell einschätzen. Zu dem Verteilzentrum in Hainholz sagte er, in dem Lager seien vor zwanzig Jahren erheblich mehr Mitarbeiter beschäftigt gewesen. Auch Angestellte aus den Filialen hätten dort in der Vergangenheit regelmäßig Waren etikettiert und andere Arbeiten erledigt.

Von Gabriele Schulte

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