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Hannover H&M schließt Filiale am Kröpcke für fünf Monate
Hannover H&M schließt Filiale am Kröpcke für fünf Monate
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00:15 28.04.2019
Warmes Ambiente anstatt nordischer Kühle: H&M testet in Hannover ein neues Innenraum-Design. Quelle: Foto: Katrin Kutter
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Hannover

Die Modekette H&M will sich neu erfinden und testet zu diesem Zweck in Hannover ein neues Ladenkonzept. Die Filiale am Kröpcke wird dafür aufwendig umgebaut und bleibt für die Dauer von fünf Monaten geschlossen. Das kündigte eine Sprecherin des schwedischen Konzerns am Mittwoch an. „In Hannover wird das neue Raumkonzept erstmals in Deutschland eingesetzt“, betonte sie.

Nach den Angaben der Sprecherin schließt die Filiale vom 13. Mai an für rund fünf Monate. Böden, Wände und Decken werden komplett neu gestaltet. Die bisherige kühle Optik mit weißen Wänden soll abgelöst werden durch „ein wärmeres Ambiente mit viel Holz und warmem Licht“. Nach dem Umbau der Filiale in Hannover will H&M außerdem in Kassel eine Filiale im neuen Design eröffnen. „Wir testen, wie die Kunden es annehmen“, sagte die Sprecherin.

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Mitarbeiter machen Urlaub

Den rund 100 Angestellten am Kröpcke biete man an, während des Umbaus bezahlten Urlaub zu nehmen oder in einer anderen Filiale zu arbeiten, ergänzte sie. Voraussichtlich würden sich nahezu alle für die bezahlte Freizeit entscheiden. H&M biete diese Option an, um ein gutes Arbeitsklima zu fördern. „Unter unseren Mitarbeiterinnen sind viele Mütter. Sie können wir nicht in eine andere Stadt schicken“, sagte sie. Es sei das erste Mal, dass H&M in Deutschland eine Filiale wegen eines Umbaus schließe. Weitere H&M-Filialen gibt es in Hannover in der Georgstraße und in der Ernst-August-Galerie.

H&M versucht eine Trendwende

Beim schwedischen Modekonzern mit weltweit 160.000 Mitarbeitern liefen die Geschäfte in letzter Zeit schlecht. Die Gewinne sanken 2017 und 2018 deutlich. Online-Händler und Filialisten wie Primark und Zara, die Trends besonders schnell bedienen, machen H&M erfolgreich Konkurrenz. Die Schweden testen seit einiger Zeit auch in anderen Ländern neue Store-Konzepte und arbeiten darüber hinaus an einer stärkeren Verzahnung der Filialen mit dem Online-Shop, zum Beispiel über Smartphone-Apps.

Von Christian Wölbert

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