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Polizeiticker Hannover Taxifahrer legen Innenstadt von Hannover lahm
Hannover Polizeiticker Hannover Taxifahrer legen Innenstadt von Hannover lahm
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18:18 28.03.2019
Hunderte Taxiunternehmer protestieren in Hannover. Quelle: Rainer Droese
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Hannover

Die Bundesregierung plant, den Markt für Fahrdienste wie etwa Moia zu liberalisieren: Dagegen haben am Donnerstag Hunderte Taxiunternehmer in der Innenstadt protestiert. Von den rund 800 Taxen, die es in Hannover gibt, waren nach Schätzungen der Polizei allerdings nur 280 zum Treffpunkt am Schützenplatz gekommen. Die Veranstalter der Demo sprechen dagegen von 450 Fahrzeugen. Ab 12.30 Uhr versammelten sie sich auf dem Areal. Von dort fuhren sie im Korso und laut hupend durch die City. Es kam zu erheblichen Behinderungen auf den Straßen.

Der Protest richtete sich gegen Überlegungen von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU), den Markt für Fahrdienste zu liberalisieren. Zudem demonstrieren sie gegen Pläne aus Berlin, die Auflagen für sogenannte Shuttle-Dienste streichen zu wollen.

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Taxifahrer fordern „gleiche Chancen“

„Wir wollen keine Sonderbehandlung, wir wollen nur, dass alle die gleichen Chancen bekommen“, sagt Michael Frenzel vom Gesamtverband Verkehrsgewerbe in Niedersachsen. Nach ihrem Autokorso durch die Innenstadt zogendie Demonstranten vom Schützenplatz zu Fuß vor die Staatskanzlei ziehen. „Die Landespolitik muss sich dafür einsetzten, dass die Berliner Pläne wieder vom Tisch kommen“, sagt Frenzel.

Hunderte Taxi-Unternehmer haben am Donnerstag in der Innenstadt von Hannover protestiert. 280 Taxen fuhren dabei im Korso durch die City. Es kam zu erheblichen Behinderungen im Straßenverkehr.

Der Autokorso erreichte nach der Fahrt durch die Innenstadt, die auch am Landtag und am Verkehrsministerium vorbei führte, gegen 13.30  Uhr wieder den Schützenplatz. Dort ließen die Demonstranten die Taxis stehen und zogen, ausgestattet mit Schildern und Transparenten zu Fuß vor die Staatskanzlei. „Wir sehen uns als Teil des öffentlichen Nahverkehrs, wenn wir von unserem Job nicht mehr leben können, fallen auch Schul- und Krankenfahrten weg“, sagt ein Betroffener.

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Vor der Staatskanzlei empfing Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) die Demonstranten. Er versicherte ihnen seine Unterstützung und lud die Taxifahrer zu Gesprächen im Mai in die Staatskanzlei ein. Taxiunternehmer Wolfgang Pettau zeigte sich zufrieden mit der Aktion. „Es war eine eindrucksvolle Demonstration, es tut uns leid, dass es zum Teil zu Behinderungen im Straßenverkehr gekommen ist“, sagt er. Am 10. April ist ein bundesweiter Streik gegen das umstrittene Positionspapier aus dem Bundesverkehrsministerium geplant. Die hannoverschen Taxiunternehmer wollen in den kommenden Tagen entscheiden, ob und wenn ja in welcher Form sie sich daran beteiligen.

Von Tobias Morchner