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Hannover Steuerzahlerbund protestiert gegen Kostenexplosion
Hannover Steuerzahlerbund protestiert gegen Kostenexplosion
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00:38 30.04.2018
Teure Baustelle: Derzeit wird das alte VHS-Gebäude am Friedrichswall saniert. Quelle: Heusel
Hannover

 Gegen Merkosten von 867.000 Euro für die Einrichtung eines Lernortes zur Geschichte des Nationalsozialismus im ehemaligen VHS-Gebäude am Friedrichswall hat der Bund der Stuerzahler bei Oberbürgermeister Stefan Schostok protestiert. Der Beschluss im Verwaltungsausschuss vom Donnerstag zeuge „von keiner vorausschauenden Planung der Landeshauptstadt“, heißt es in dem Brief an den OB von Freitag. Er lasse „die wirtschaftliche Haushaltsführung in einem äußerst schlechten Licht erscheinen“.

SPD, Grüne und FDP hatten der Freigabe des Geldes am Donnerstag gegen die Stimmen der CDU „zähneknirschend“ zugestimmt. Damit steigen die Umbaukosten im Rathauskontor von ursprünglich veranschlagten 330.000 Euro auf 1,2 Millionen Euro. Der Steuerzahlerbund wundert sich, „dass die Stadt in einem angemieteten Gebäude derart hohe Baukosten aus Steuergeldern selbst tragen muss“. Die jüngste Entwicklung stelle ein weiteres Kapitel im „kopflosen Umgang der Landeshauptstadt mit der Immobilie dar“.

Die Stadt hatte das marode und jahrelang leer stehende Gebäude im Februar 2016 an den Investor Gregor Baum verkauft und mietet die Räume nun für 15,7 Millionen Euro auf 20 Jahre zurück. Neben Büroräumen für die Stadtverwaltung soll dort eine Ausstellung Schülern die Geschichte des Nationalsozialismus in Hannover nahebringen. Diese Verwendung ruft immer wieder Kritik hervor, weil es etwas ähnliches bereits in der Gedenkstätte in Ahlem bereits gibt.  

Von Karl Doeleke

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