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Der Fall De Haën Neue Regeln im Fall de Haën
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22:32 09.02.2011
Von Conrad von Meding
Der Lister De-Haën-Platz. Quelle: Uwe Dillenberg

Dazu hat die Umweltbehörde Briefe an die Immobilieneigentümer geschrieben, die von den Altlasten der Chemiefabrik Riedel-de Haën betroffen sind. Darin kündigt sie an, die bisherigen Einkommensgrenzen nahezu zu verdoppeln, damit mehr Anlieger Anträge auf Sanierungsbeihilfe stellen können.

Bisher durften nur jene Eigentümer Zuschüsse aus Steuergeld beantragen, die das Zweieinhalbfache des sogenannten Sozialhilfesatzes verdienen. Die Auswertung der Anträge habe aber ergeben, dass der Härtefallfonds, der 100.000 Euro umfasst, so nicht auszuschöpfen ist – die Eigentümer verdienen mehr. Deshalb setzt die Stadt jetzt die Grenze auf das Vierfache des Satzes hoch.

Eine Familie mit zwei Kindern muss damit weniger als 4592 Euro netto verdienen und darf nicht mehr als 10.904 Euro Vermögen haben, um 50 Prozent der Sanierungskosten zu erhalten. Bei Paaren ohne Kinder sind es 2584 Euro Einkommen und 8856 Euro Vermögen. Die Stadt betont allerdings, dass diese Regel nicht mehr gilt, wenn plötzlich zu viele Anträge gestellt werden.

Im Ringen um eine Einigung im Altlastenfall am Lister De-Haën-Platz in Hannover stehen die Zeichen offenbar auf Konfrontation zwischen der Bürgerinitiative (BI) „Gegen Altlasten in der List“ auf der einen und Stadt und Region Hannover auf der anderen Seite.

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