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Hannover Themen EU-Wahl 2019 in Hannover

So haben Ihre Nachbarn gewählt

Hannover hat gewählt: Am 26. Mai 2019 haben die Einwohner ihre Stimme für das EU-Parlament abgegeben. In vier Kommunen der Region wurden zudem Bürgermeister gewählt. Welche Parteien und Kandidaten haben die meisten Stimmen bekommen? In welchen Stadt- und Ortsteilen waren sie besonders stark - und wo haben die anderen gepunktet? Hier finden Sie Antworten auf alle Fragen zum Thema.

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So hat das Umland gewählt

Die Ergebnisse in allen Ortsteilen:

Bitte schieben Sie die Tabelle nach links oder rechts, um weitere Kommunen zu sehen.

Barsinghausen Burgdorf Burgwedel Garbsen Gehrden
Hemmingen Isernhagen Laatzen Langenhagen Lehrte
Neustadt Pattensen Ronnenberg Seelze Sehnde
Springe Uetze Wedemark Wennigsen Wunstorf

Bürgermeisterwahlen:

Hannover: Hier waren die Parteien besonders stark

Die Grünen:

Unbestrittener Wahlsieger dieser EU-Wahl sind die Grünen. 31,3 Prozent aller Stimmen stellen für die Partei ein Rekordergebnis dar. Wie die Karte zeigt, punktete die Partei besonders in den Stadtteilen in der Innenstadt – und hat ihre Hochburgen damit genau dort, wo die SPD auffallend schwächelt. Die stärksten Stimmanteile haben die Grünen dabei im Westen – ein Ergebnis, dass zwar in der Höhe überrascht, jedoch schon bei anderen Wahlen zu beobachten war. Das Rekordergebnis fuhr die Partei mit Spitzenkandidatin Katrin Langensiepen in Linden-Mitte ein: Mit 44,9 Prozent fehlte hier nicht mehr viel, und die Grünen hätten es zur absoluten Mehrheit gebracht.

Die CDU:

Mit knapp unter 20 Prozent der Stimmen ist die CDU zur zweitstärksten politischen Kraft in Hannover geworden. Dabei konnten die Christdemokraten in mehreren Stadtteilen die Mehrheit für sich verbuchen. Auffällig ist, dass diese über das gesamte Stadtgebiet verstreut liegen, im Osten etwa Kirchrode (rund 36%) , im Süden Wettbergen (28%), im Westen Davenstedt (26%). Im hohen Norden Hannovers behauptete die Union ihre Hochburg im Stadtteil Isernhagen-Süd: Satte 41,7 Prozent der Wähler gaben der christlich-konservativen Partei hier ihre Stimme.

Die SPD:

Die SPD hat am Wahlabend ein Debakel erlebt. Mit 19,5 Prozent landete sie nur auf dem dritten Platz hinter den Grünen und der CDU. Die Karte zeigt, dass die Sozialdemokraten besonders in den innenstadtnahen Stadtteilen schwächelt. Lediglich am Rand des Ballungsgebietes konnte die Partei noch vereinzelte Punkte machen, so etwa in Marienwerden (ganz links oben; 28,2%) sowie in den dort angrenzenden Stadtteilen von Stöcken bis Vahrenheide. Überraschend stark zeigte sich die SPD auch in Mühlenberg in Südwesten mit 26, 7 Prozent.

Die AfD:

Die AfD landete in Hannover mit 6,8 Prozent der Stimmen auf dem fünften Platz. Lediglich in einigen Stadtteilen am äußeren Rand verbuchte die Partei auffallend höhere Zahlen, allen voran Mühlenberg mit 16,7 Prozent. Auch in Vahrenheide und im Sahlkamp kam die Alternative für Deutschland auf deutlich höhere Werte als im Durchschnitt, hier erreichte sie sogar knapp doppelt so viel (12,2 Prozent).

Die Linke:

Die Linke punktete vor allem bei Wählern in den „alternativen“ Stadteilen im Westen: In Linden-Nord erreichte sie dabei 13,8 Prozent und somit mehr als das Doppelte des stadtweiten Durchschnitts (6,8 Prozent). Am schwächsten schnitt die Partei in Isernhagen-Süd ab: Nur 1,5 Prozent der Wählen gaben der Linken hier ihre Stimme.

Die FDP:

Die FDP erreichte mit 4,7 Prozent ein nur mageres Ergebnis. Ebenso wie die CDU hatte sie den stärksten Stimmanteil in Isernhagen-Süd (11,2 Prozent). Ebenfalls vergleichsweise starke Werte verbuchten die Liberalen in den Stadtteilen Zooviertel (8,4 Prozent), Kirchrode (8,5 Prozent) und Lahe (8,2 Prozent).

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