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Maschseefest Hannover Das Maschseefest soll gesünder werden
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19:28 20.07.2017
Von Andreas Schinkel
Im vergangenen Jahr blieben die Besucherzahlen wegen des regnerischen Wetters unter den Erwartungen. Quelle: HAZ-Collage/Archiv
Hannover

Am 2. August startet Niedersachsens größtes Volksfest rund um Hannovers Maschsee, dieses Mal mit zahlreichen Neuheiten. Auf der Löwenbastion finden Festbesucher jetzt Stände, die leichte, gesunde Kost anbieten. "Wir wollen ein junges Publikum anlocken ", sagt Maschseefest-Organisator Hans Nolte von der Hannover Veranstaltungsgesellschaft (HVG).

Das Maschseeefest bekommt neue Stände und gastronomische Angebote. Hier gibt's die Neuheiten zum Durchklicken.

Die beliebte Temple Bar am Südanleger, das Zentrum für irische Musik, wird ersetzt durch The Wild Geese. Auch dort soll der irischen Folklore gehuldigt werden. "30 Prozent der Stände auf dem Maschseefest sind neu", sagt Nolte. Am Nordufer lädt der Yukon Forest zu kanadischen Spezialitäten, ein paar Schritte weiter köcheln beim Tiroler Seehaus Käsespätzle in den Töpfen. Klassiker wie die Sylt Lounge und der Madsack Seesalon sind auch wieder dabei.

Das Musikprogramm hält wieder etliche Cover-Bands bereit. Publikumsmagneten dürften die Bands Lions Head und Mighty Oaks werden, die am Eröffnungswochenende am 4. und 5. August spielen.

Geänderte Verkehrsregelung

Die Hannoveraner müssen sich ab Freitag, 21. Juli, auf eine neue Verkehrsregelung am Maschsee einstellen. Das Rudolf-von-Bennigsen-Ufer ist stadteinwärts nur einspurig befahrbar. Auf der Ostseite der Straße (dem See abgewandt) teilt die Stadtverwaltung mit einer Art Gestänge einen Radweg ab. Der Fahrradweg auf der Seeseite bleibt bis zum Ende des Festes (einschließlich Abbauten) gesperrt. Er wird erst ab 25. August wieder freigegeben.

Die Regelung gilt für den Abschnitt des Rudolf-von-Bennigsen-Ufers zwischen Sprengel Museum und Altenbekener Damm. Auf dieser Strecke müssen Autofahrer ab Freitag Tempo 30 fahren. "Mit dem Radverkehr auf der Seeseite gab es immer wieder Probleme. Gutachter haben uns jetzt zu einer durchgängigen Lösung für das Maschseefest geraten ", sagt der städtische Eventmanager Ralf Sonnenberg.

Polizei ist verstärkt auf Streife

Ähnlich wie beim Fest im vergangenen Jahr wird die Polizei wieder verstärkt Streife laufen. "Das ist bei unseren Gästen gut angekommen ", sagt Nolte. Häufiger als im vergangenen Jahr will die Polizei den Bereich des Nordufers für den Verkehr großräumig sperren. Zu Spitzenzeiten, etwa an Wochenenden, seien voraussichtlich schon ab 19 Uhr Culemannstrasse, Willy-Brandt-Allee und Teile des Rudolf-von-Bennigsen-Ufers nicht mehr befahrbar, sagt Sonnenberg.

Die Veranstalter hoffen, dass die Besucherzahl wieder die Zwei-Millionen-Grenze erreicht. Im vergangenen Jahr blieben die Zahlen wegen des regnerischen Wetters unter den Erwartungen.

Das Maschseefest 2017

Alles Wichtige rund um das diesjährige Maschseefest lesen Sie hier.

Zu Gast in Frankreich

An einem Abend nach Bordeaux, in die Provence, nach St. Tropez und Paris – das ist nicht zu schaffen. Auf dem Maschseefest wird eine solche Reise quer durch Frankreich möglich. Kulinarisch natürlich. Denn Ekkehard Reimann und sein Restaurant Clichy sind in diesem Jahr mit einem neuen Konzept bei der Freiluftfeier vertreten. Der Gastronom, der bereits seit drei Jahrzehnten bei dem Fest mitmischt, hat den Standort am Geibeltreff deutlich vergrößert und das gastronomische Ambiente variiert. Serviert und genossen wird in vier verschiedenen Bereichen, die das französische Lebensgefühl widerspiegeln sollen.

Neues Konzept: Ekkehard Reimann und Björn Hensoldt freuen sich auf das Freiluftfest. Quelle: Rainer Dröse

„Das mache ich aber nicht alleine“, stellt der 75-jährige Gastronom klar. Mit dabei sind seine Juniorpartner Björn Hensoldt, Simon Ario und Moritz Mestwerdt, die ihn seit Anfang dieses Jahres auch in seinem Restaurant Reimanns Eck in der List unterstützen. Gemeinsam investieren sie laut Hensoldt einen sechsstelligen Betrag in das Mini-Frankreich an Hannovers Lieblingssee.

300 Sitzplätze bot Reimann bisher mit seinem Clichy während der Festwochen am Wasser an. Nun sind es rund 600, der größte Teil davon überdacht. Unterteilt sind sie in Themenbereiche. Da kann man im Le Provence getauften Sommerrestaurant an Tischen tafeln, die mit lavendelfarbenen Decken und passend duftendem Blütenschmuck dekoriert sind. Neben Klassikern wie Jakobsmuscheln und Elsässer Saibling bietet die Karte auch französische Schnitzel und Lammbratwurst mit Rata­touille. Quiches und Crêpes werden im Bistro Paris gebacken, in der Cocktailbar St. Tropez werden auch Innovationen mit Rosmarin und Thymian gemixt, und in der Taverne Bordeaux wartet ein Dutzend Weinsorten auf Genießer.

Wer auf Frankreich gerade keinen Appetit hat, kann sich auch deutsch-rustikale Küche schmecken lassen – in der temporären Zweigstelle von Reimanns Eck, die an den See verlagert wird. In den Restauranträumen am Weißekreuzplatz bleibt die Küche während des gesamten Maschseefestes kalt. „Dort bauen wir um“, erklärt Reimann. Das Büfett wird größer und der Außenbereich neu gestaltet.
Über den Neustart beim Maschseefest freut sich Reimann sichtlich. Die Zusammenarbeit mit seinen jungen Geschäftspartnern, die alle Mitte zwanzig sind, sei für beide Seiten „inspirierend“. Aber auch die Erinnerungen an das erste Maschseefest sind noch präsent. „Da hatte ich ein schlichtes Zelt am Nordufer, in dem wir Crevetten gebraten haben – und ich musste es bei Sturm immer festhalten, weil es sonst weggeflogen wäre.“ Auch später am Geibeltreff habe er „häufiger mal im Matsch gestanden“. Inzwischen sei das ganze Fest „immer professioneller“ geworden – auch der Wetterschutz. jk     

Ohne Temple Bar, ohne Skyliner und ohne die große Bühne von Hannover Concerts auf der Löwenbastion, aber auch mit vielen Neuerungen: Das neue Betreiberkonzept für die nächsten drei Maschseefeste steht. Am Mittwoch wurden die Veränderungen vorgestellt. 

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