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Schützenfest Hannover Der stille Star des Schützenausmarschs
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15:14 18.06.2013
Von Stefanie Kaune
Machte einiges mit: Erbprinz Ernst August von Hannover mit Ivka Höfler und Susan Dickti. Quelle: Rainer Dröse
Hannover

Doch so groß das Interesse von Medien und Mitmarschierern am Sohn von Ernst August von Hannover auch war – er blieb stets auf freundliche Art zurückhaltend. Fast etwas scheu schien er, ohne aber verkrampft zu wirken. Der junge Mann im dunklen Anzug und mit welfen-gelber Krawatte tat gestern mit seinem Auftritt gehörig etwas fürs positive Image des Welfenhauses, um das es nicht immer gut bestellt war.

Wie er denn eigentlich angesprochen werde? „Königliche Hoheit“ oder einfach „Prinz“? Da wolle er keine Vorgaben machen, meinte der 28-Jährige, der seinen Hauptwohnsitz in London hat und schon vor einiger Zeit verkündet hatte, öfter in Hannover präsent sein zu wollen als bisher. Und: Ja, sehr erfreut sei er darüber, dass das Schloss in Herrenhausen wieder aufgebaut werde. PR-Berater? Nein, die habe er nicht wirklich.

„Ganz beeindruckt“ zeigte sich der Erbprinz gleich morgens bei der Ankunft vorm Rathaus, als er den vollen Trammplatz sah. Dann hielt er eisern die knapp vier Stunden Ausmarsch durch, zunächst auf der Strecke, später auf der Tribüne. „Meine Erwartungen wurden noch übertroffen. Ich frage mich, warum ich nicht schon eher mitgemacht habe beim Schützenausmarsch“, meinte er am Ende.

Nicht nur mit den politischen Honoratioren plauderte Ernst August, sondern auch mit vielen Schützen und anderen, die ihn ansprachen. „Ich mag die Mentalität der Menschen hier in Hannover sehr gern.“ Und weil er nun mal so höflich ist, machte der Erbprinz auch mehr oder weniger alles mit, worum man ihn bat. Ob er nun mit Tänzerinnen der Lindener Narren posierte, in eine Brezel der Bäckerinnung oder eine von den Markt- und Schaustellern gereichte Banane biss - er verlor einfach nicht die Geduld.

Nächstes Jahr, gleiche Zeit, gleicher Ort? „Ich hoffe.“