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Hannover ZiSH Diese Hörspiel-Macher sind mit dabei
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17:40 28.05.2015

Diese Hörspiel-Macher sind mit dabei

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Gegen den gruseligen Alltag

Godzilla legt Düsseldorf in Schutt und Asche. Und vor Cuxhaven schippert ein Schiff voller Aliens. Wer solche Geschichten doof findet, hat den trashigen Humor von Thorsten Anders (43) und Sascha Menge (42) nicht verstanden. Die beiden Düsseldorfer sind die Erfinder der „Trash-O-Thek“, einem Szenemagazin, das sich mit Filmen und Hörspielen beschäftigt, deren Inhalt nicht ganz ernst gemeint ist – Trash eben. „Trash lenkt vom Alltag ab – der ist schon gruselig genug“, sagt Anders. Nebenbei produzieren sie die Hörspielreihe „Grusel Hörspiel Comedy“, deren dritter Teil „Frankensteins blutige Teufelspranke“ heute erscheint. Darin geht es um ein Monster, das auf der exklusiven Düsseldorfer Shoppingmeile Königsallee sein Unwesen treibt. Als Sprecher haben die beiden Santiago Ziesmer, die Synchronstimme von Spongebob, engagiert.


Manuel Behrens

Quelle: Handout

Packende Schocker und niedliche Kindermärchen

Mitten in der Nacht bleiben vier Menschen in einem Hochhausfahrstuhl stecken. Rettung ist nicht in Sicht. Das ist die beklemmende Story des Thriller-Hörspiels „Abwärts“ von den Münchner Hörspielmachern Lindenblatt Records um Stefan Lindner, das diesen Februar erschienen ist. Zusammen mit seinem Bruder Thomas, Sänger der Mittelalter-Rockband Schandmaul, schreibt, produziert und spricht er die oft dystopischen Hörspiele. Doch die beiden wollen nicht nur schocken: Dieses Jahr wird das erste Kinderhörspiel veröffentlicht. Geplant ist ein Kunstmärchen. „Für mich als dreifacher Vater ist das eine Herzensangelegenheit“, sagt der 35-jährige Stefan, der gebürtig aus Hannover kommt. Auf die Rückkehr in seine Heimatstadt zur Hörmich freut er sich besonders: „Hier gibt es eine interessierte Gästeschar, von der man in München nur träumen kann.“

Jaqueline Niewolik

Quelle: Handout

Jedes Hörspiel eine neue Welt

Wir sind unsere eigenen Stars“, sagt Dirk Hardegen vom Label Ohrenkneifer selbstbewusst. Das hat viel mit den Erfahrungen des Hörspielmachers zu tun: Lange produzierte er seine Hörspiele über bestehende Verlage. Doch die hatten eigene Vorstellungen zu Inhalt, Sound und Sprechern. Doch Hardegen und seine beiden Kollegen Detlef Tams und Marc Schülert wollten selbst entscheiden. So gründeten sie 2009 ihr eigenes Label Ohrenkneifer. Wie bei ihrem aktuellen Hörspiel „Blutige Fährten“, einem Western-Thriller, kümmern sich die drei stets selbst um Sprecher, Soundeffekte und Werbung. Jedes Hörspiel spielt in einer komplett anderen Umgebung, denn auch für die Macher soll es interessant bleiben. So will sich das dreiköpfige Team von anderen Verlagen abgrenzen: Dort würden meist Serien am Stück aufgenommen. „Das ist effizient, aber mir fehlt da der Reiz“, sagt Hardegen.

Theresa Kruse

Quelle: Handout
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