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Neue Platten Alte Tricks von alten Hasen
Hannover ZiSH Neue Platten Alte Tricks von alten Hasen
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14:18 07.11.2014
Quelle: Fat Wreck Chords
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Neun Jahre mussten Lagwagon-Fans auf eine neue Platte warten. Eine ziemlich lange Zeit für eine Band, die mit NOFX und anderen Melodic-Punk-Gruppen den Soundtrack für die Skaterszene Mitte der neunziger Jahre geliefert hat. Auch wenn die Skater von damals ihre Bretter inzwischen an die Wand genagelt haben, sind Songs wie „May 16“, „Violins“ oder „Mr. Coffee“ der Kalifornier.

2012 Jahren lieferte Sänger Joey Cape eine simple Begründung für die lange Wartezeit: Ihm sei kein geeignetes Songmaterial für Lagwagon eingefallen. Im gleichen Interview verkündete der inzwischen 47-Jährige, dass er eine „Vision“ für den Sound der nächsten Platte habe. An dieser Vision und der langen Wartezeit muss sich das neue Album „Hang“ jetzt messen lassen.

Hier setzen Lagwagon auf bewährte Skate-Punk-Tricks, die auch schon vor 20 Jahren funktioniert haben: Die Kombination aus eingängigen Gitarrenriffs, hohem Tempo und der melancholisch-nöligen Stimme von Cape funktionieren genauso gut, wie ein Kickflip damals auf der Rampe. Die zwölf Songs kreisen zwischen Pop-Punk („Burning Out in Style“) und verspielten Metal-Riffs („The Cog in the Machine“). Mit „One More Song“ gibt es eine Hommage an den 2012 verstorbenen No-Use-Sänger Tony Sly.

Da die alten Tricks immer noch am besten funktionieren, bewegen sich die Songs auf „Hang“ auf demselben hohen Niveau. Wagemutige neue Stunts trauen sich Lagwagon in ihrem Alter nicht mehr zu. Vielleicht wegen der erhöhten Sturzgefahr.

Manuel Behrens

Lagwagon: „Hang“,
 Fat Wreck Chords. 

www.lagwagon.com

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