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Neue Platten Konkurrenz am Folk-Lagerfeuer
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12:25 12.11.2014
Tappen nicht in die Lagerfeuerfalle: The Smith Street Band
Tappen nicht in die Lagerfeuerfalle: The Smith Street Band Quelle: Handout
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So viele Bands machen inzwischen Lagerfeuer-Folk-Rock, dass es kaum noch geeignetes Brennholz geben dürfte, um die Songs anzufeuern. Selbst bei bekannten Bands wie The Gaslight Anthem, Frank Turner oder Chuck Ragan ist nach einer Handvoll Alben der Ofen aus, was Kreativität und Abwechslung angeht.


Auf den ersten Blick scheint auch die The Smith Street Band in die Lagerfeuerfalle zu tappen: ein bisschen Punk hier, eine Akustikgitarre da, und im Hintergrund können etwas Klaviergeklimper oder eine leichte Keyboardwand nicht schaden. Doch „Throw Me in the River“ hält trotz Lagerfeuer-Cover einige Überraschungen bereit: Die Songs der spielfreudigen Australier lodern auf ihrem dritten Album wilder, als bei der betulichen Konkurrenz. Mit Whisky-Stimme und einer kräftigen Schippe Hot-Water-Music-Brett werden Songs wie die Single „Surrender“ oder „I Don’t Wanna Die Anymore“ zu großartigen Mitgröhl-Hymnen.

In „Surrey Dive“ und „Calgary Girls“ erinnern die melodischen Gitarrenmelodien und die leicht nölige Stimme von Sänger Wil Wagner an die Emopioniere von The Get Up Kids zu ihren besten Zeiten.
 Mit „Throw Me in the River“ müssen sich The Smith Street Band für den Moment noch brav hinter Gaslight Anthem und Turner anstellen. Doch wenn sich die Band ihren abwechslungsreichen Sound bewahrt, wird es bald Zeit, sich geschmeidig vorzudrängeln. Um dann selbst einen warmen Platz am Lagerfeuer zu erhaschen.

Manuel Behrens

The Smith Street Band: „Throw Me in the River“,
Cargo Records.
www.thesmithstreetband.com

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