Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
ZiSH Was wir von Spongebob gelernt haben
Hannover ZiSH Was wir von Spongebob gelernt haben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:43 13.07.2017
Er ist schrill, gelb und kantig: Am Freitag hat Zeichentrickfigur Spongebob Geburtstag. Quelle: Nickelodeon

Musik ist das Wichtigste

In zehn Staffeln und 205 Folgen tut Spongebob seit 1999 nichts lieber als zu singen. Ob er alleine, mit Kumpel Patrick oder in Begleitung zu seinem Ukulelengeschrammel – die Zeichentrickserie hat so manchen grenzdebilen Hit hervorgebracht. Am bekanntesten dürften wohl das „Lagerfeuerlied“ („Setzt euch ans Lagerfeuer, singt das Lagerfeuerlied“) und der „Fun-Song“ sein. Immer wieder steuern bekannte Bands Songs bei: So haben die britischen Hardrocker von Motörhead das Lied „You Better Swim“ für den Spongebob-Kinofilm geschrieben. Auch die Prog-Rocker von The Flaming Lips und die Metalband Pantera waren für den Soundtrack tätig – Ukulelen haben sie keine verwendet.

Sei (ein bisschen) dreist 
und naiv

Spongebob ist ausgesprochen nett und könnte wohl keiner Meeresfliege etwas zuleide tun. Allerdings ist er nicht die hellste Kerze auf dem Meeresgrund. Er schafft es ständig, seine Mitwesen in Rage zu treiben und stiftet Anarchie unter der Wasseroberfläche. Doch wer jeden Morgen mit einem „Guten Morgen Welt und alle, die sie bevölkern!“ in den Tag startet, dem kann wohl niemand wirklich lange böse sein. Sein putziges Aussehen kommt ihm dabei außerdem zugute. Das wäre nicht so, wenn es nach dem 3-D-Künstler Miguel Vasquez gegangen wäre: Der hat Spongebob und Patrick als menschliche Figuren nachgestellt. Willkommen im Reich der Albträume:

Erfinde neue Wörter

Wer nach dem Gegenteil von „mini“ fragt, wird für gewöhnlich „maxi“ als Antwort bekommen. Spongebob und Patrick haben in der Folge „Der Schrumpf-Tag“ das Wort „wambo“ als Alternative erfunden, dessen Verwendung im echten Leben für Verwirrung sorgen dürfte. Zum Beispiel in der Mathematik: Da es im Meer nur so vor Quallen wimmelt, wird auch etwas anders gezählt. Aus Million wird Quallion und aus Milliarde Qualliarde. Außerdem werden unter Wasser andere Redewendungen benutzt: An „Ins Seegras beißen“ (sterben), „frisches Wasser schnappen gehen“ (frische Luft) oder „abflossen“ (abhauen) muss man sich als Auswärtiger erst mal gewöhnen. Verpönt ist außerdem die Beleidigung „Barschgesicht“.

Tu, was du liebst

Man kann Spongebob dafür belächeln, dass er keine besonderen Ambitionen auf der Karriereleiter hegt. Mit seinem Job als Burgerbrater im Restaurant Krosse Krabbe ist der Schwamm trotz anderer Kurzzeittätigkeiten, wie etwa als Bademeister, mehr als zufrieden. Sonst wäre er mit Sicherheit nicht 374-mal Mitarbeiter des Monats geworden. Wir lernen: Solange uns etwas Spaß macht, sollten wir es tun.

Wer braucht schon Geld?

Auch die Welt von Bikini Bottom wird vom Kapitalismus beherrscht. Bestes Beispiel ist Spongebobs Arbeitgeber Mr. Krabs, der das Geld am liebsten säckeweise aus der Krossen Krabbe schleppen möchte. Spongebob und Patrick können im Gegensatz zu ihrem Chef überhaupt nicht mit Geld umgehen: Ständig bekommen sie durch glückliche Zufälle Unsummen – kurze Zeit haben sie alles wieder verloren oder verprasst. Denn reich sind die beiden nicht – dafür aber glücklich.

Man muss nicht alles können

Spongebobs Kumpel Patrick hat eine fragwürdige Auszeichnung erhalten: den Pokal für den faulsten Bewohner von Bikini Bottom. Außerdem ist er nicht in der Lage, Seifenblasen zu machen. Trotz Spongebobs ausführlicher Anweisung (Hebung des linken Fußes, mehrfache Drehung, dreimaliges Nach-rechts-Gucken, Beckenstoß mit Landung auf dem linken Fuß und so weiter) will es einfach nicht gelingen. Patricks Dummheit könnte auf der Tatsache beruhen, dass Seesterne zwar Nerven, aber kein Gehirn haben. Aber man muss ja auch nicht alles können.

Was man mit Biologie alles 
machen kann

Spongebob“-Erfinder Stephen Hillenburg ist eigentlich Meeresbiologe. Mitte der Achtzigerjahre machte er seinen Abschluss über die Erforschung von Bodenschätzen, etwas später folgte eine Zeichentrickausbildung. Nachdem er als Dozent für Meeresbiologie gearbeitet hatte, entwarf er den Unterwassercomic „Die Zwischengezeitenzone“. Daraus wurde 1999 „Spongebob“, der heute 31 Jahre alt wird.
Mitarbeit: Lena Behrens, Karthiga Manivannan, Elena Everding und Manuel Behrens

Komische Dates gibt es nicht nur in der Reality-Show „Bachelorette“. Moderationskarten, protzige Billardprofis und Türen auftreten: Sechs Frauen erzählen von ihren skurrilsten Treffen.

10.07.2017
ZiSH Newcomer Faber im Interview - "Ich will keine Antithese sein"

Der Schweizer Musiker Faber könnte das nächste große Ding im Pop werden. Mit ZiSH hat er über seine skeptischen Landsleute, politische Songs und sein Bad im Maschsee gesprochen.

07.07.2017
ZiSH Festival in in der Region Hannover - Das sind die Macher vom snntg-Festival

Die Region Hannover wird zum Festivalmagnet: Nach dem Fuchsbau- und dem Zytanien-Festival findet in diesem Jahr erstmals in Sehnde das snntg-Festival statt. ZiSH hat die jungen Macher bei den Vorbereitungen begleitet.

03.07.2017