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ZiSH Das Festival-Abc
Hannover ZiSH Das Festival-Abc
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13:02 12.06.2015
Ravioli und Seifenblasen - auf Festivals ein Muss. Quelle: Foto: Krajinović, dpa (2), Montage: Llorens

A wie Anreise: Wenn du zuerst das Campinggelände erreichst, solltest du unbedingt die Zelte deiner Freunde mitnehmen. Dann kannst du die nämlich fix aufbauen, hast das Lager für die nächsten Tage fertig und musst den Zeltplatz nicht stundenlang gegen andere Besucher verteidigen.

B wie Badesachen: Irgendwann riechst du nicht nur den Mief der Umstehenden, sondern auch deinen eigenen (siehe J wie Juckreiz). Duschen gibt es zwar – aber meterlange Schlangen vor den Duschen schrecken ab. Alternativen können der nahe gelegene See oder das Schwimmbad sein. Daher: Badesachen nicht vergessen.

C wie Crowdsurfing: Ist auf den meisten Festivals wegen Verletzungsgefahr verboten. Beim Hurricane kassieren Crowdsurfer zum Beispiel ein 24-Stunden-Festivalverbot.

D wie Dixie-Klo: Es gibt wenig ekligeres als ein Dixi-Klo am letzten Festivaltag. Erfahrene Besucher halten deswegen immer Ausschau nach dem Säuberungstrupp. Denn wenn das Dixi einmal abgepumpt und sauber gespritzt wurde, ist es erträglich – zumindest bis es der nächste mit dem Zielen Richtung Kloschüssel nicht so genau nimmt. Leider werden Plastik-WCs häufig Opfer unschöner Attacken. Wer Zeuge wird, wie die Klos hin und her geschubst werden, dem wird schnell klar, warum Mädels immer zu zweit aufs Klo gehen: Eine pinkelt, die andere passt auf.

E wie Edding: Ein Edding muss parat sein, um Schilder mit Sprüchen wie „Wenn Mama das wüsste“ zu beschriften, Zelte zu verzieren – oder dem schlafenden Kumpel einen schönen Schnauzbart zu malen.

F wie Flunkyball: Eine Partie Flunkyball ist Traditionssport auf Festivals. Dabei müssen zwei sich gegenüberstehende Teams abwechselnd versuchen, eine in der Mitte stehende Wasserflasche mit einem Gegenstand umzuwerfen. Schafft dies Team A, trinken sie so lange von ihrem Bier, bis die gegnerische Mannschaft die Flasche wieder aufgestellt hat und zur Startposition zurückgelaufen ist. Es gewinnt die Mannschaft, deren Mitspieler ihr Bier zuerst ausgetrunken haben. Das Spiel hilft beim Kontakteknüpfen und eignet sich wunderbar, um Zeltplatz-Streitereien auszufechten (siehe N wie Nahkampf).

G wie Gummistiefel: Auch, wenn am Tag der Anreise strahlender Sonnenschein herrscht: Gummistiefel müssen eingepackt werden. Denn das Wetter schlägt schnell um. Und was die Schritte tausender Leute mit unbefestigtem, nassem Ackerboden machen, kannst du dir ja denken. Schicke Chucks oder lässige Flip-Flops helfen bei tiefem Matsch leider wenig.

H wie Headbanging: Aufgepasst, zu starkes Headbangen kann Arterien und Nackenwirbel beschädigen. Letztes Jahr musste sogar ein Motörhead-Fan wegen exzessiven Haareschüttelns in der MHH operiert werden.

Sehen cool aus, können einen aber auch zum Schwitzen bringen: Kostüme. Quelle: dpa

I wie Ibuprofen: Hilft gegen Kopfschmerzen nach einem Sonnenstich, übermäßigem Alkoholkonsum oder bei Nackenschmerzen (siehe: H wie Headbanging).

J wie Juckreiz: Wenn am dritten Festivaltag die Haut zu kribbeln anfängt, war es ein gutes Festival. Zeit, sich zu duschen und von Bierresten, Dosenravioli und Schweiß zu befreien, bleibt ja noch genügend, wenn man wieder daheim ist.

K wie Kondome: Berauscht von der guten Musik, wenig Schlaf und Alkohol kann man schon mal mit einer anderen Person im Zelt landen. Wichtig: Kondom nicht vergessen. Geschlechtskrankheiten sind immerhin keine schönen Souvenirs.

L wie Line-up: Zur Festivalvorbereitung gehört die Planung, wann man welche Band sehen will. Die akribische Zeitberechnung für Laufwege und die Entscheidung zwischen den zwei gleichzeitig auftretenden Künstlern muss nur noch eingehalten werden. Denn die Gefahr ist groß, dass du am zweiten Tag nur verstrahlt durch die Gegend schlurfst.

M wie Mehrzweckbesteck: Der Göffel ist Gabel, Messer und Löffel in einem und gehört auf jede Festival-Packliste. Er ist umweltfreundlicher als Plastikbesteck. Und wenn dann noch ein Dosenöffner integriert ist, ist alles Wichtige dabei.

N wie Nahkampf: Festivals sind toll – solange man etwas von dem Spektakel mitbekommt. Ob beim Wettlauf um die besten Zeltplätze oder dem Gedränge vor der Bühne: Wer in den ersten Reihen dabei sein möchte, der muss Körpereinsatz zeigen. Bei aller Härte gilt trotzdem: Nehmt’s locker. Ihr habt Urlaub.

O wie Ohrstöpsel: Erst, wenn dich die Deathcore-Band aus den Boxen des Nachbarpavillons weckt, merkst du selbst: Ohrstöpsel müssen mit. Egal ob die Billigen gegen nächtlichen Zeltplatzkrach oder die Version mit Klangfilter für die Konzerte. Denn ohne Ohrstöpsel hättest du auch deine Isomatte zu Hause lassen können – schlafen würdest du dann sowieso nicht.

P wie Panzerband: Ist eine Allzweckwaffe. Das Zelt hat einen Riss? Das Loch in deinem Schuh braucht einen Flicken? Kein Problem. Denn Panzerband klebt alles.

Q wie Quatsch machen: Leerlauf ist auf Festivals ganz gefährlich. Zwischen dem Aufstehen und den ersten Konzerten am Nachmittag muss Zeit totgeschlagen werden. Warum nicht mal kreativ werden und Bierdosentiere basteln, „Wenn ich du wäre“ spielen, eine Fahne fürs eigene Zelt bauen oder ein Schlammpfützenbad nehmen?

R wie Ravioli: Ob warm oder kalt, morgens, mittags oder abends: Dosenravioli sind das Standardessen auf Festivals. Aber Vorsicht, sogar mit einem Göffel (siehe M wie Mehrzweckbesteck) bleibt das Öffnen knifflig. Und Schnittwunden müssen zwischen all dem Schlamm und Bier gar nicht sein.

S wie Survival-Paket: Was Mutti einem früher zu Klassenfahrten mitgegeben hat, ist auch auf Festivals nützlich. Ein kleines Täschchen mit Pflastern, Mückenschutzspray, Desinfektionstüchern und Medikamenten (siehe I wie Ibuprofen). Mit einem Ersatzakku für das Smartphone sollte jeder Notfall abgedeckt sein.

T wie Tattoo: Wo Alkohol fließt, geschehen merkwürdige Dinge. Wenn dein Kumpel seine selbst gebaute Tätowiermaschine mitgebracht hat und an dir testen will – sag lieber Nein. Auch, wenn du dann der Spielverderber bist. Spätestens auf der Rückfahrt wirst du froh sein, dass du seine Initialen nicht auf dem Hintern hast.

U wie Unterwäsche: Wer durchmacht, um auch noch den Geheimtipp um 4 Uhr nachts zu sehen, kann schon mal aus dem Wechselrhythmus seiner Unterwäsche kommen. Doch spätestens, wenn das Kribbeln (siehe J wie Juckreiz) einsetzt, ist es garantiert so weit.

Noch ein Tipp fürs Festival: Planschbecken sind super zur Abkühlung erhitzter Füße oder von Getränken. Quelle: dpa

V wie Verkehrskontrolle: Das Auto liegt vollbepackt schon ein gutes Stück tiefer. Dumpfer Bass dröhnt aus den Boxen und an der Heckscheibe ist der Name des Festivals mit Paketband (siehe P wie Panzerband) aufgeklebt. Es ist klar, wo du hinwillst. Aber Achtung: In Festivalumgebung trifft man oft auf Polizeikontrollen. Also bleib auf der sicheren Seite: Keine Drogen und kein Alkohol.

W wie „Wenn deine Mutter dich so sehen könnte ...“: Von Kopf bis Fuß bemalt, laut grölend torkelt man über die Wiese. Gut, dass die Eltern gerade nichtsahnend zu Hause sitzen. Aber Achtung: Wenn die später die Fotos angucken, sollten böse Überraschungen vorher aussortiert worden sein.

X wie Xerophobie: Für Besucher, die an Xerophobie, also Angst vor Trockenheit, leiden, bedeuten Festivals Stress. Ist auch wirklich genug Bier und Wasser am Start? Keine Panik: Es gibt genug Märkte oder Stände. Verdursten wird keiner.

Y wie Yolo: Wenn du doch vergessen hast, die Fotos vorher auszusortieren (siehe W wie „Wenn deine Mutter dich so sehen könnte ...“): So schlimm ist’s dann doch nicht – you only live once!

Z wie zurück in die Zivilisation: Du hast es geschafft: das gesamte Line-up genossen, heftig gefeiert und geflirtet. Nun wird es Zeit, der Parallelwelt den Rücken zu kehren. Doch bevor Wehmut aufkommt: Das nächste Jahr geht’s wieder von vorn los.

Mitarbeit: Tim Klein, Sarah Seitz, Lena Sophie Wendt, Jackqueline Niewolik, Sophie Ley, Saskia Piel, Marc Plagemann, Anna Darmstädter

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