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15:14 10.02.2015
Buchverfilmungen sind beliebt. Doch nicht jeder Buchheld ist auch auf der Leinwand gut aufgehoben. Quelle: Fotos: dpa (4), Warner Bros. Pictures, Fotolia (2). Montage: Llorens
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10 Aspekte, die nur im Buch funktionieren

  • Um sich die Welten des Drachen-Epos „Eragon“ von Christopher Paolini vorzustellen, braucht es nur Fantasie. Dem Film fehlte aber das nötige Budget: Der edle Drache wird schnell zum stokeligen Pixelmoster.
  •  Der beste Thriller ist lahm, wenn jeder schon das Ende aus dem Buch kennt. Für seinen Klassiker „Psycho“ kaufte Alfred Hitchcock körbeweise Exemplare des Buches.
  •  „Die Chroniken von Narnia“: So sehr sich die nett bebilderten Streifen anstrengen: An die Vorstellung, die Autor Clive Staples Lewis im Kopf des Lesers erwachsen lässt, kommen sie nicht heran.
  •  Die düstere Dystopie „1984“ von George Orwell ist viel zu komplex, um sie in 106 Minuten zu quetschen.
  • Das Heldengedicht „Beowulf“ ist weit über 1000 Jahre alt. Als Film taugt die Handlung deswegen aber trotzdem nicht. Dafür ist sie viel zu vorhersehbar.
  • „Schiffbruch mit Tiger“ von Yann Martel ist voll von philosophischen Überlegungen der Hauptfigur. Im Film bleiben nur noch das Meer und der Tiger übrig.
  • „Zusammen ist man weniger allein“: Anna Gavalda zeichnet in ihrem 550-seitigen Roman feine Charakter. Das geht in der schmalen Abhandlung des Films verloren.
  •  „About A Boy/Notting Hill“: Der Hauptdarsteller Hugh Grant hat ein anderes Image als der Charakter im Buch. Da nützt auch das größte Schauspiel nichts – es wirkt falsch.
  • Durch die Ich-Perspektive hat Bernhard Schlink eine besondere Nähe zum Protagonisten in „Der Vorleser“ geschaffen. Die neutrale Erzählung der Verfilmung von Stephen Daldry büßt da ein.
  • Umberto Ecos Roman „Der Name der Rose“ ist gespickt mit zahlreichen literarischen Anspielungen. Die werden im Film weggelassen – das ein oder andere wissende Lächeln geht verloren.

10 Bücher, die wir gerne als Filme sehen würden

  •  „Ein ganzes halbes Jahr“ von Jojo Moyes: Zu der Liebesgeschichte zwischen dem Rollstuhlfahrer Will und seiner Pflegerin Lou könnte man im Kino genauso weinen wie bei „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“.
  •  „Das Orchideenhaus“ von Lucinda Riley: Julia stößt auf ein Tagebuch, das ihre Geschichte neu aufrollt. Der Film wäre eine schöne Mischung aus Historienfilm und Nicholas Sparks.
  •  „Der Schatten des Windes“ von Carlos Ruiz Zafón: Schon beim Lesen möchte man mit Daniel durch die Gassen von Barcelona laufen und das Rätsel um Julian Carax lösen.
  • „Das eiskalte Paradies. Ein Mädchen bei den Zeugen Jehovas“ von Jana Frey: Die Spannung zwischen der lebenshungrigen Hannah und der Sekte ließe sich gut im Film umsetzen.
  • „Der Erdbeerpflücker“ von Monika Ferth: Jettes Freundin Caro wird ermordet. Dass sie in den Mörder verliebt ist, weiß sie nicht. Spannend inszeniert wäre der Thriller nicht nur ein Film für Frauen.
  •  „Die Räuber“ von Friedrich Schiller: Eine Neuauflage à la „Snow White and the Huntsman“ – das wäre eine spaßige Abiturvorbereitung.
  •  „Ich kehre zurück nach Afrika“ von Stefanie Gercke: Die im Buch beschriebene wunderschöne Natur Südafrikas ist bestimmt auch auf Leinwand großartig.
  •  „Das Auge der Seherin“ von Victoria Hanley: Die Geschichte um Prinzessin Torina, würde vor allem „Game of Thrones“-Fans begeistern.
  •  „Das Mädchen, das verstummte“ von Michael Hjorth und Hans Rosenfeldt: Die spannende Jagd nach einem verschwundenen Mädchen wäre für jeden was, der auch „Das Schweigen der Lämmer“ mochte.
  •  „Das geraubte Leben des Waisen Jun Do“ von Adam Johnson: Die Kritik an Nordkorea wäre in drastischen Bildern noch mal so dramatisch.

10 Bücher, die wir lieber nicht als Film gesehen hätten

  •  „Tintenherz“ von Cornelia Funke: Ist als Film so wild zusammengeschustert, dass man sich nur noch in die Seiten des großartigen Romans verziehen möchte – so wie Hauptfigur Meggie im Buch.
  •  „Fever Pitch“ von Nick Hornby: Der Roman ist ein Klassiker des Fußball-Fantums. Welch Frevel, die Verfilmung von 2005 einfach auf die Schlafmützen-Sportart Baseball zu übertragen.
  • „Die Bücherdiebin“ von Markus Zusak: Wichtige Szenen werden im Film so kitschig bebildert, dass die Figuren nur noch blutleer über die Leinwand irren.
  • „Solange du da bist“ von Marc Levy: Die Botschaft, dass man sich in das Innere eines Menschen verliebt, geht bei Mark Waters Verfilmung komplett verloren. Viel zu platt und einfach nur lahm.
  • „Das Parfüm“ von Patrick Süsskind: Süsskinds grauenhafter Fiesling Grenouille wird in der Verfilmung von Tom Tykwer zum Bilderbuch-Schönling. Andere Schlüsselfiguren werden dafür einfach weggelassen.
  •  „Die Apothekerin“ von Ingrid Noll: In Rainer Kaufmanns Verfilmung geht der schwarze Humor des Buches fast gänzlich verloren und das Ende ist bis zur Unkenntlichkeit weichgespült.
  •  „Per Anhalter durch die Galaxis“ von Douglas Adams: Die feine Never-Ending-Story des Buches wird in Garth Jennings Kinoversion zum schlichten Hollywood-Happy End umfunktioniert. Wie lahm.
  •  „Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen“ von Stephanie Meyer: Läuft im Film nach dem Prinzip: Oberkörper frei statt feiner Liebesgeschichte. Da bleibt der Bildschirm beim nächsten Teil schwarz.
  •  „Harry Potter und die Kammer des Schreckens“ von Joanne K. Rowling: Ist das schwarze Schaf der filmischen Zauber-Reihe. Nicht mehr süß und noch nicht cool.
  •  „Die Bibel“: Das muss nicht sein, Mel Gibson!

10 Filme, die besser sind als das Buch

  • „Der Club der toten Dichter“: Das nachträglich zum Film erschienene Buch wird Robin Williams’ Verkörperung des unkonventionellen Lehrers an einer Eliteschule überhaupt nicht gerecht.
  •  „Der Teufel trägt Prada“: Die glamourösen Personen, New York und die Couture können am besten im bewegten Bild angehimmelt werden.
  •  „Forrest Gump“: Die Geschichte des Mannes mit einem IQ von 75, der auf einer Bank sitzt und seine Lebensgeschichte erzählt, wird im Film liebevoll dargestellt.
  •  „Psycho“: Die Duschszene samt Musik aus Psycho ist weltberühmt und vielzitiert.
  •  „Krabat“: Die Verfilmung des Klassikers erzeugt mit der Darstellung des Gevatters eine düstere Stimmung, die auch Erwachsene anspricht.
  •  „Der Pate“: Francis Ford Coppola schrieb mit Marlon Brando als Mafiaboss Don Vito Corleone Filmgeschichte und setzte so der ohnehin schon guten Vorlage die Krone auf.
  •  „Jackie Brown“: Quentin Tarantino verfilmte die Geschichte einer cleveren Stewardess im Spannungsfeld zwischen Polizei und Gangstern und fügte einen wunderbar souligen Soundtrack an.
  • „Der Grinch“: Jim Carrey ist der Vorzeigekomiker Hollywoods. Dank ihm wurde der weihnachtshassende Grinch zum Weihnachtsklassiker.
  • „Fluch der Karibik: Captain Jack Sparrows Abenteuer füllten vier überaus erfolgreiche Filme. Nur doof, dass dann noch jemand auf die Idee kam, die Handlung in Büchern platt nachzuerzählen: Die Romane floppten.
  • „Frühstück bei Tiffany“: Die Geschichte des Partygirls Holly Golightly, dargestellt von Audrey Hepburn, geht über Truman Capotes Buchvorlage hinaus. Für Ästhetiker und Modefans sind die Entwürfe Givenchys ein Stilfeuerwerk.

10 Filme, deren Buchvorlage kaum einer kennt

  •  „Der Weiße Hai“: Jeder kennt die Filmmusik. Unbekannter hingegen: Der Spielberg-Blockbuster basiert auf Peter Blenchleys literarischer Verarbeitung realer Haiangriffe.
  •  „Der Exorzist“: Linda Blair sitzt im Nachthemd auf dem Bett und dreht den Kopf um 360 Grad. Kaum schauriger kann die Romanvorlage von William P. Blatty sein.
  • „Jurassic Park“: Mit computeranimierten Sauriern setzte Steven Spielberg neue Standards. Die Story stammt allerdings von Michael Crichtons Sci-Fi-Roman „DinoPark“.
  •  „Gangs of New York“: Scorsese lässt die Bandenkriege von 1862 neu aufflammen. Zu Papier gebracht hat die Geschichte aber 1928 Herbert Asbury.
  • Fight Club“: Brad Pitt prügelt sich als Underdog im Keller einer Bar. Der umstrittene Fincher-Film machte die Vorlage von Chuck Palahniuk erst populär.
  • Shutter Island“: Leo DiCaprio ermittelt im Scorsese-Psychothriller in einer Anstalt für Schwerverbrecher. Die Vorlage stammt von Dennis Lehane.
  •  „I Am Legend“: Eine Seuche rottet die Menschheit aus und Will Smith bleibt allein in New York. 1954 ließ Richard Matheson die zeitlose Story im Los Angeles der 1970er spielen.
  • „Durchgeknallt“: Susanna Kaysen schildert ihre Erfahrungen als Borderline-Patientin. Verfilmt mit Winona Ryder und Angelina Jolie hat James Mangold das Drama berühmt gemacht.
  •  „Der talentierte Mr Ripley“: In den 50ern hat Patricia Highsmith fünf Bücher mit Mr Ripley gefüllt. 1960 kam die Story erstmals ins Kino. Uns eher bekannt: Die Neuverfilmung mit Matt Damon.
  •  „Sleepy Hollow“: Johnny Depp klärt rätselhafte Morde und stößt auf den „Reiter ohne Kopf“. Dieser stammt aus einer 1820 von Washington Irving verfassten Kurzgeschichte.

Mitarbeit: Niklas Kleinwächter, Sarah Seitz, Sophie Leyh, Ansgar Nehls, Maike Brülls, Marina Uelsmann und Manuel Behrens

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