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Auto & Verkehr Ford Fiesta mit neuem Schlüssel zum Erfolg
Mehr Auto & Verkehr Ford Fiesta mit neuem Schlüssel zum Erfolg
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00:42 01.12.2012
Aufgewertet: Der neue Ford Fiesta ist in vielen Bereichen jetzt deutlich besser. Quelle: Hersteller
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Hannover

Der Ford Fiesta ist ein echtes Weltauto. Der Kleinwagen wurde seit seiner Markteinführung 1976 in mehr als 80 Märkten rund um den Globus über 15 Millionen Mal verkauft. Inzwischen fährt die siebte Generation auf unseren Straßen. Jetzt hat Ford seinen Verkaufsschlager komplett überarbeitet und vor allem technisch mächtig aufgerüstet. Obwohl der Wagen noch auf der alten Plattform montiert wird, ist die Version, die im Januar 2013 bei uns in den Handel kommt, in fast allen Bereichen ein neues Auto.

Der Fiesta ist noch immer der am meisten verkaufte Kleinwagen in Europa. Ein Grund, zufrieden zu sein, möchte man meinen. Doch vor allem die technische Entwicklung in der Autoindustrie ist rasant. Wer sich hier auf seinen Lorbeeren ausruht, kann sehr schnell der Konkurrenz hinterherfahren. Deshalb haben die Kölner bei der anstehenden Modellpflege ihres Dauerbrenners ganz weit ausgeholt, um das Auto für die kommenden Jahre bis zum nächsten Modellwechsel fit zu machen.

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Schon optisch hat sich der Fiesta ziemlich verändert: Zwar ist die Seitenlinie geblieben, doch der ganze Vorderwagen wurde neu gestaltet: Fünf Chromstreben im Kühlergrill sollen schon von außen die verbesserte Qualitätsanmutung signalisieren, die Scheinwerfer - jetzt mit integriertem Tagfahrlicht - sind ebenso neu wie die Motorhaube, die, stärker konturiert, mehr Dynamik vermittelt. Damit will man vor allem designorientierte Kunden in die Fiesta-Welt locken. Dass man hier nicht so sehr auf Langlebigkeit, sondern ganz auf den Zeitgeist setzt, ist offenbar kein Problem - die Ford-Designer hatten in der Vergangenheit noch nie allzu große Probleme damit, die Formensprache radikal zu verändern.

Doch die eigentlichen Argumente für den neuen Fiesta finden sich unter der Karosserie. Allein sieben der zehn zur Verfügung stehenden Motorisierungen (drei Diesel, sechs Benziner, ein Autogasantrieb) verbrauchen auf dem Prüfstand weniger als 4,3 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometer. Damit unterbieten sie (in Verbindung mit dem für die meisten Antriebe optionalen Start-Stopp-System) die magische Grenze von 100 Gramm CO2-Ausstoß pro gefahrenem Kilometer. Das ist Rekord nicht nur in dieser Klasse. Vier der Benziner sind moderne 1,0-Liter-Dreizylinder, zwei davon die zum „International Engine of the Year“ (Motor des Jahres) ausgezeichneten EcoBoost-Maschinen.

Aber das ist noch lange nicht alles. Als erster europäischer Ford ist der Fiesta mit der „MyKey“-Funktion ausgerüstet, die bereits ab der zweiten Ausstattungslinie „Trend“ serienmäßig in das Fahrzeug eingebaut wird. Dahinter verbirgt sich ein programmierbarer Zündschlüssel, mit dessen Hilfe beispielsweise die Höchstgeschwindigkeit limitiert oder die Lautstärke der Audioanlage begrenzt werden kann. Auch die Deaktivierung des elektronischen Stabilitätssystems lässt sich über den Schlüssel verhindern.

Die Antwort auf die Frage, warum das ein sinnvolles Feature ist, lässt sich leicht beantworten: Hier will Ford besorgten Eltern, die ihre Kinder alleine mit dem Fahrzeug loslassen, ein neues Sicherheitswerkzeug an die Hand geben. Gerade ungeübte Fahranfänger gelten als besonders unfallgefährdet, und meistens spielen überhöhte Geschwindigkeit, aber auch zu laute Musik eine entscheidende Rolle, wenn es kracht.

Für den Fall der Fälle bieten die Kölner optional und einmalig in dieser Fahrzeugklasse das Multimedia-Konnektivitätssystem Ford Sync an. Das spielt nicht nur per Spracherkennung die Lieblingslieder aus dem Smartphone ab oder liest SMS-Nachrichten vor, es stellt auch in Sekundenschnelle Telefonverbindungen her und löst bei einem Unfall einen Notruf aus. Und das in der jeweiligen Sprache des Landes, in dem man gerade unterwegs ist.

Wer im Fiesta Platz nimmt, wird außerdem von der gehobenen Qualitätsanmutung angetan sein. Materialmix und Farbgestaltung werten den Innenraum auf. Schade nur, dass man die Gelegenheit verpasst hat, die Bedienelemente der Mittelkonsole zu überarbeiten. Sie sind nach wie vor klein und unübersichtlich.

Dafür macht das Auto Spaß, sobald es sich in Bewegung setzt. Vor allem der „große“ Dreizylinder mit seinen 92 kW/125 PS garantiert, dass der Fiesta flink aus den Startlöchern kommt - auch dank des vorzüglichen Fahrwerks, das den Wagen selbst in schnellen Kurven stabil auf der Straße hält. Die Gänge werden dabei über ein Fünf-Gang-Handschaltgetriebe gewechselt. Warum es das Sechs-Gang-Automatik-Doppelkupplungs-Getriebe nur für den 1,6-Liter-Benziner mit 77 kW/105 PS gibt, bleibt ein Geheimnis des Herstellers.

Gerd Piper