Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Auto & Verkehr Hätten Sie’s gewusst?
Mehr Auto & Verkehr Hätten Sie’s gewusst?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:05 18.01.2012
Mal interessant, mal kurios: Das Auto war auch 2011 wieder ein beliebtes Thema von Umfragen. fotolia.com/cirquedesprit

Gefragt wurde nach dem Image von Marken ebenso wie nach der Zahl der Handytelefonate und immer wieder nach der Zukunft des Elektroautos. Während Letztere oft davon abhing, wie die Konsumenten die Preisentwicklung und mögliche Subventionen einschätzten und damit die Kaffeesatzleserei professioneller Institute bestätigten, warteten andere Umfragen mit verblüffenden Ergebnissen auf.

So fand der Umweltverband Transport & Mobility im belgischen Leuven heraus, dass die Zahl der Staus um 40 Prozent sinken würde, wenn nur zehn Prozent der Berufspendler zugunsten eines motorisierten Zweirads auf den Pkw verzichten würden. Wenn 25 Prozent der Autofahrer mit dem Motorrad oder dem Roller fahren würden, gäbe es gar keine Staus mehr. Da hätte man auch alleine drauf kommen können, weil man mit dem Zweirad durch den Stau fährt – und weniger Autos bedeuten nun mal weniger Stau.

Auch die Erkenntnis, dass ein Beifahrer, der ständig quasselt, alles besser weiß, mitbremst und emsig Fahrtipps gibt, die meisten Autofahrer nervt, hätte man auch ohne eine repräsentative Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) haben können. Dann wäre einem der genaue Wert von 41 Prozent der Männer und 48 Prozent der Frauen aber entgangen, die sich speziell von den Kommentaren der Mitfahrer gestört fühlen. Interessanterweise stören auch flirtende Beifahrer. Unklar blieb allerdings, ob der Fahrer oder jemand Drittes angeflirtet wurde.

Dass Deutschlands Autofahrer am liebsten auf Frauen hören, hat wiederum mit Flirts nichts zu tun, sondern mit der bevorzugten Stimme aus dem Navi. 46 Prozent der Befragten benutzen für ihre Navis weibliche Stimmen, nur neun Prozent Männerstimmen. Zwei Prozent bevorzugen eine Ansage in einem Dialekt. Den Übrigen ist es egal, wer ihnen den Weg weist.

Nicht egal ist es, wer in welchem Auto sitzt. Große und teure Autos sind längst nicht mehr nur Männersache. Frauen interessiert dabei jedoch statt Motorleistung und technischer Ausstattung eher das Platzangebot, der Komfort und ein edler Innenraum. Das hat das Kompetenzzentrum Frau und Auto der Hochschule Niederrhein unter männlichen und weiblichen Besitzern von Oberklasse-Pkw herausgefunden. Anders als Männer sind Frauen demnach nicht bereit, sich für ein prestigeträchtiges Fahrzeug zu verschulden. Das Image ihres Autos spielt jedoch ebenfalls eine wichtige Rolle. So genießen sie es der Studie zufolge, „Blicke auf sich zu ziehen“ und zu einer „exklusiven Minderheit“ zu gehören.

Die exklusive Minderheit wird ihr Auto übrigens nicht in Weiß ordern. Das ist nämlich die neue Modefarbe und damit eben nicht mehr exklusiv. Rund 21 Prozent aller im Jahr 2011 bestellten Neuwagen waren in Weiß lackiert, wie aus einer Erhebung des US-Chemieunternehmens PPG hervorgeht. Silber und Schwarz landen mit je 20 Prozent auf dem zweiten Rang. Mit großem Abstand folgen Grau, Rot und Blau.

Immer beliebter wird die hilfreiche Elektronik im Auto. Jeder zweite Befragte einer Studie des Branchenverbandes Bitcom etwa wünscht sich einen Internetzugang im Fahrzeug, wie er von einigen Herstellern bereits angeboten wird. Rund 39 Prozent erhoffen sich von der Technik vor allem Radarwarnungen in Echtzeit, 20 Prozent wünschen sich Suchfunktionen für Hotels und Tankstellen sowie Online-Wetterinfos und -Straßenkarten. Dieselbe Umfrage offenbarte, dass jeder sechste Autofahrer sich vorstellen könnte, in fernerer Zukunft einen Pkw zu kaufen, der ihm Lenken, Gasgeben und Überholen komplett abnimmt. Damit bliebe dann im Auto mehr Zeit, um an Umfragen über Autos teilzunehmen.

Von Günter Weigel/SP-X

Das erste große Schaulaufen der Autobranche in diesem Jahr auf der North American International Auto Show in Detroit (bis 22. Januar)zeigt eines ganz deutlich: Die Hersteller kehren wieder zum Alltagsgeschäft zurück.

18.01.2012

Volvo scheint auf die Erfolgsspur zurückgekehrt zu sein und präsentiert ein Elektroauto, das es eigentlich nicht gibt.

11.11.2011

In der Klasse um 10 000 Euro möchten viele Hersteller ganz vorn mitfahren. Eine Übersicht der wichtigsten Vertreter.

29.10.2011