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Auto & Verkehr Leicht geliftet in die zweite Runde
Mehr Auto & Verkehr Leicht geliftet in die zweite Runde
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10:20 13.12.2010
Der Mazda 2 zeigt das neue Familiengesicht. Quelle: Denis Meunier
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Gut drei Jahre nach der Markteinführung hat Mazda seinen Kleinwagen Mazda 2 für die zweite Lebenshälfte aufgefrischt. Im Kern der Überarbeitung geht es um die Anpassung der Motoren an die vom Januar an obligatorische Euro-5-Abgasnorm. Das strenge Regelwerk war bislang nur für neue Fahrzeugtypen verbindlich. Jetzt greift die Schadstoffminderungsstufe für alle Automobile, die erstmals zum Straßenverkehr zugelassen werden.

Diesel-Durst weiter gedrückt

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Die Rolle des engagiertesten Umweltfreundes übernimmt wie bisher ein Dieselmotor, der aus 1,6 Litern Hubraum 70 kW/95 PS schöpft. Die höchste Zugkraft erreicht 205 Newtonmeter, bei Vollgas konstant dargeboten von 1750 bis 3000 Kurbelwellenumdrehungen je Minute. Der auf dem Prüfstand ermittelte Verbrauchswert beträgt 4,2 Liter Leichtöl je 100 Kilometer; der heute gern im selben Atemzug zitierte Ausstoß an Kohlendioxid (CO2) wird mit 110 Gramm auf den gefahrenen Kilometer genannt.

Mit 175 km/h Topspeed und 11,5 Sekunden für den Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 ist die ausschließlich im viertürigen Mazda 2 lieferbare Dieselmaschine bei Bedarf ausreichend flott unterwegs. Bei unseren kurzen Probefahrten entlang der südfranzösischen Mittelmeerküste jedenfalls gefiel der Ford-Peugeot-Turbo-Vierzylinder mit angenehmem Antritt bei sympathischer Laufkultur. Das Wechseln der Übersetzungen im serienmäßigen und alternativlos eingebauten Fünfganggetriebe geht leicht von der Hand.

Deftiger Diesel-Mehrpreis

Allerdings: Mit 1800 Euro Aufpreis gegenüber dem stärksten lieferbaren Ottomotor muss man den kleinen Mazda schon sehr lange über sehr weite Strecken fahren, bis sich der Mehrpreis rechnet. Besonders die beiden 1,3 Liter kleinen Basis-Benziner, 55 kW/75 PS oder 62 kW/84 PS stark und mit jeweils nur gut 120 Nm Zugkraft gesegnet, stehen betriebswirtschaftlich klar besser da. Dafür taugen sie jedoch bestenfalls für Eile mit Weile. Gefühlt sind sie viel zäher unterwegs, als die technischen Daten belegen. Der fehlende Turbolader macht die Vierzylinder eben zu kleinen Saug-Asthmatikern.

Dafür sind sie zeitgemäß sparsam unterwegs: Beide Varianten konsumieren im Normdurchschnitt nur 5,1 Liter Superbenzin je 100 Kilometer. Bisher waren 5,4 l/100 km fällig. Mit dem jetzt erreichten Wert unterbieten die beiden Mazda-2-Versionen locker den zukünftigen EU-Flottengrenzwert von 120 Gramm CO2 je Kilometer.

Optisch dezent modifiziert

Der flottere 1,5-Liter-Motor mit seinen durchaus kräftigen 75 kW/102 PS und immer noch beschaulichen 133 Nm schluckt dafür 5,8 l/100 km (CO2: 135 g/km). In der jetzt zusätzlich neu lieferbaren Automatikversion fließen 6,3 Liter alle 100 Kilometer aus dem 43-Liter-Tank in die Einspritzanlage. Das bedeutet einen CO2-Ausstoß von 146 g/km.

Die antriebsseitigen Modifikationen stecken unter dezent modifiziertem Blech. Die Frontpartie der zwei- oder viertürig lieferbaren Schräghecklimousine grinst jetzt im Mazda-Familien-Look. Das Familiengesicht besteht aus dem oberen und dem unteren Kühlergrill, der in dieser Form bisher nur als Bestandteil des Sport-Optik-Pakets angeboten wurde. Der untere Fünf-Punkt-Grill ist nun größer und stärker ausgeformt. Die Einfassungen für die Nebelscheinwerfer wurden neu gestaltet. Unverändert bleiben die ansteigende Gürtellinie und – natürlich – die kompakten Fahrzeugabmessungen.

Innen informieren neu gestaltete Instrumente. Neue Materialien für die Oberflächen sollen den haptischen und optischen Qualitätseindruck verbessern. Die Oberflächen der Audioanlage zeigen sich in Klavierlackoptik mit verchromten Linien, während schwarze Ausformungen mit silberfarbenen Ringen den Bereich rund um die Belüftungsdüsen schmücken.

Christiane Wildhage