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Auto & Verkehr Skoda Rapid vereint Design und Vernunft
Mehr Auto & Verkehr Skoda Rapid vereint Design und Vernunft
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16:10 22.10.2012
Die Formensprache des Rapid ist direkt und schnörkellos.
Die Formensprache des Rapid ist direkt und schnörkellos. Quelle: Hersteller
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Wolfsburg

Eigentlich ist es ein offenes Geheimnis: Wer nach einem echten Volkswagen sucht, schaut sich zuerst einmal bei Skoda um. Die tschechische Tochter des Wolfsburger Autoriesen baut gute Autos mit bewährter VW-Technik zum günstigen Preis. Dass man dabei hin und wieder auf Lifestyle-Ambiente verzichten muss, ist geschenkt. Denn hier steht eindeutig das Preis-Leistungs-Verhältnis im Vordergrund. Jüngstes Beispiel ist der neue Skoda Rapid, der an diesem Wochenende in den Handel kommt. Zum Einstiegspreis eines Kompaktwagens (13990 Euro) erhält der Kunde ganz viel Auto.

Und das ist durchaus wörtlich gemeint. Denn mit 4,48 Metern Länge fällt der Rapid alles andere als klein aus. Was vor allem den Insassen zugutekommt. Die können in dem Tschechen sogar bequem auf Urlaubsreise gehen, weil der Wagen mit einem Kofferraumvolumen von sagenhaften 550 Litern an der Spitze im Segment rangiert. Über die riesige Heckklappe lässt sich das lediglich 1,2 Tonnen schwere Auto zudem leicht beladen.

Außerdem ist der Rapid das erste Fahrzeug in der neuen Designsprache von Skoda. Klare Linien stehen vor allem für eine zeitlose Formensprache. Dass man sich dabei für eine Fließhecklimousine entschieden hat, ist allerdings Geschmackssache. Diese Karosserieform verliert hierzulande immer mehr an Bedeutung. Wenn man aber berücksichtigt, dass der Rapid landesspezifisch modifiziert auch in anderen Ländern Europas sowie in Russland und China auf den Markt kommt, ergibt die ganze Sache dann doch wieder Sinn. Experten gehen sogar davon aus, dass Limousinen im Kompaktwagen-Segment weltweit bis zum Jahr 2020 um 50 Prozent zulegen werden. Ein Hauch von leicht angestaubt bleibt dennoch in einem Land, in dem Kombis, Coupés und SUVs weggehen wie geschnitten Brot.

Rapid-Käufern werden so geschmäcklerische Fragen kaum den Schlaf rauben. Denn was Skoda auf die Räder gestellt hat, kann sich sehen lassen. Die klare Formensprache der Karosserie wird im Innenraum fortgesetzt.

Dort geht es zwar nicht besonders aufregend zu, dafür sitzen Instrumente, Hebel und Schalter dort, wo sie hingehören, sodass der Rapid-Fahrer auch ohne Einführungskurs loslegen kann. Dass man sich mit viel Hartplastik anstatt mit aufgeschäumten Kunststoffen zufriedengeben muss, liegt an der Preiskalkulation. Wer sich für die kleinste der drei Ausstattungslinien entscheidet, muss auf den Basispreis allerdings noch einmal mindestens 250 Euro drauflegen, wenn er Radio im Auto hören möchte. Wolfsburg lässt schön grüßen. Dafür birgt der Tankdeckel ein Geheimnis: In ihm wurde ein Eiskratzer platziert,­ damit das Suchen im Winter ein für alle Mal ein Ende hat.

Unter der Motorhaube regiert beim Rapid die Vernunft. Basistriebwerk ist ein 1,2-Liter-MPI-Dreizylinder-Benziner (Multi-Point-Einspritzung) mit 55 kW/75 PS, der von einem 1,2-Liter-Vierzylinder in zwei Leistungsklassen und einem 1,4-Liter-Vierzylinder (90 kW/122 PS) ergänzt wird. Auf Selbstzünderseite gibt es einen 1,6-Liter-Common-Rail-Diesel, ebenfalls in zwei Leistungsstufen. Leider sind die kleinen Benziner und die Diesel nur mit 5-Gang-Schaltgetriebe zu haben, für den größeren der 1,2-Liter-Benziner ist ein 6-Gang-Handschalter verfügbar und für den 1,4-TSI-Motor ein 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe.

Klar ist, dass sich mit diesen Triebwerken keine Bäume ausreißen lassen. Dafür verrichten sie ihre Arbeit aber sparsam und sauber. Sicherheitstechnisch sind sechs Airbags und ein elektronisches Stabilitätsprogramm serienmäßig dabei. Fahrerassistenzsysteme sucht man dagegen vergebens.

Skoda hat mit dem Rapid Familien im Blick, die ein geräumiges und sicheres Auto suchen. Zu einem erschwinglichen Preis. Voilà, hier ist es!

Gerd Piper