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Auto & Verkehr Start-Stopp für den Rover
Mehr Auto & Verkehr Start-Stopp für den Rover
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18:00 18.05.2009
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Ausgangslage

Nachdem Geländewagen durch ihren hohen Kraftsstoffverbrauch in die Kritik geraten sind, bewirbt Rover seinen facegelifteten Freelander nun als weltweit erstes SUV mit Start-Stopp-Automatik. Diese Technik ist serienmässig mit an Bord. Freilich ist der Freelander nicht das weltweit erste SUV, das damit ausgestattet ist. Der Lexus RX400h verfügt bereits seit vier Jahren über eine Start-Stopp-Automatik. Aber das ist ja auch ein Vollhybrid.

Die Lösung

Die mehr als 60 Jahre alte Geländewagenmarke stattet den Freelander jetzt serienmässig mit dieser Sprit-spartechnik aus. Zumindest das Dieselmodell mit Handschaltgetriebe. Das heisst TD4e und konsumiert nun 6,7 Liter Leichtöl auf 100 Kilometer, 0,8 Liter oder elf Prozent weniger als bisher. Das ist zwar kein Spitzenwert – ein BMW X3 mit 2,0-Liter-Diesel konsumiert auch ohne Start-Stopp „nur“ 6,5 Liter, aber einen sparsameren Land Rover gab es nicht.

Eine Hochschaltanzeige und rollwiderstandsoptimierte Reifen ergänzen das Paket. Der Ausstoß an Kohlendioxid sinkt von 194 auf 179 Gramm je Kilometer.

Der Alltag

Im Alltagseinsatz bei Citytouren mit dem Freelander TD4e agiert die Stopp-Start-Automatik so unauffällig, wie es sich gehört. Das System funktioniert einwandtfrei. Schon ein kurzes Antippen des Kupplungspedals genügt beim Freelander, um das Triebwerk wieder anspringen zu lassen. Klimaautomatik, Radio, Bluetooth und andere Komfortelemente arbeiten dank einer verstärkten Batterie auch bei abgeschaltetem Motor. Und auch der Anlasser wurde auf die erhöhten Anforderungen ausgelegt.

Aus Sicherheitsgründen funktioniert das System nur, wenn die Batterie über eine ausreichende Basisspannung verfügt, der Motor eine vorgegebene Betriebstemperatur erreicht hat, der Fahrer angeschnallt und die Tür geschlossen ist. Ferner muss der Leerlauf eingelegt sein. Ist im Stand noch der erste Gang eingelegt, läuft der Motor weiter. Ebenso bei bereits eingelegtem Leerlauf, wenn der Wagen noch rollt. Au?erdem muss seit dem letzten Stopp mindestes die Schrittgeschwindigkeit von vier Kilometer je Stunde erreicht worden sein. Wer das System gänzlich deaktivieren will, muss nur auf eine Taste am Armaturenbrett drücken. Im Geländebetrieb ist das Start-Stopp-System automatisch deaktiviert.

Der Ausblick

Ein Anfang ist gemacht. Wenigstens für Schaltgetriebefahrer. Automatik-Fahrer – beim Freelander immerhin ein Drittel – müssen sich noch gedulden. Hier kommt Start-Stopp frühestens in zwei Jahren. Dann aber gleich mit dem sogenannten integrierten Kurbelwellen-Starter-Generator.

Von Christiane Wildhage