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Auto & Verkehr Start-Stopp in Windeseile
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01:00 11.07.2009
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Die Idee ist nicht neu

Mit dem neuen 2,0-Liter-Benzindirekteinspritzer plus neuartigem Start-Stopp-System zeigen die Asiaten, wie man grüne Ideen und sportliche Gene in einem Auto unterbringt.
Die Idee ist nicht neu. Es ist unter anderem den drohenden CO2-Obergrenzen zu verdanken, dass Start-Stopp-Systeme nach und nach in die Automobile von BMW, VW, Peugeot und Citroën Einzug gehalten haben. Die Systeme funktionieren alle nach dem gleichen Prinzip. Im Stau und beim Ampelstopp schaltet sich der Motor aus, und springt bei der gewünschten Weiterfahrt durch das Einkuppeln des ersten Ganges wieder an. Eine Eigenentwicklung für den neuen kompakten 2.0 MZR DISI von Mazda erledigt diese Prozedur nun aber besonders flink. Mit 0,35 Sekunden sind die Japaner nach eigenen Angaben doppelt so schnell wie ihre Wettbewerber. Der Trick bei i-stop – so nennen die Japaner ihr System – ist die Positionierung der Kolben auf nahezu einer Höhe, sobald der Antrieb abgeschaltet wird. Im Anschluss ermittelt die Motorsteuerung den Zylinder, in den beim Wiederanlassen Benzin eingespritzt wird. Dadurch springt der Motor besonders weich und in rekordverdächtiger Geschwindigkeit wieder an.

Rund ein Liter gespart

Doch nicht der Komfortgewinn für den Fahrer ist der Grund für Start-Stopp-Systeme, sondern die Drosselung des Kraftstoffverbrauchs. So spart i-stop in Verbindung mit dem neuen Benzindirekteinspritzer im Vergleich zur bisherigen 2,0-Liter-Version des Dreier-Vorgängers rund einen Liter Sprit pro 100 km und soll jetzt nur noch 6,8 l/100 km verbrauchen – das ist eine Reduktion um bis zu 14 Prozent. Gleichzeitig sind das 2,2 Tonnen weniger CO2, die innerhalb von 75.000 km ausgestoßen werden.

Sportliches Ökomobil

Dass ein Ökoantrieb auch Spaß macht, unterstreicht der Mazda3 i-stop nicht zuletzt mit seiner Leistungsausbeute von 151 PS. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 206 km/h. Die Beschleunigung von null auf 100 km/h gelingt in 10,4 Sekunden. Der Dreier kann seinen Anspruch, eine besonders dynamische Alternative in der Kompaktklasse zu sein, in großen Teilen einlösen. Vor allem Fahrwerk und Geräuschdämmung beeindrucken. So wird der starke 2,0-Liter im Mazda3 mit i-stop künftig eine größere Rolle im Modellmix spielen. Denn die meisten Dreier-Kunden entschieden sich bisher für die kleineren Benzin- oder Dieselversionen.

Die Technik hat ihren Preis

Einziger Wermutstropfen: Öko hat seinen Preis. Denn immerhin 22 600 Euro müssen für die fünftürige Schräghecklimousine hingeblättert werden. Dafür gibt es allerdings eine hochwertige Ausstattung, die sogar einen Spurwechselassistenten beinhaltet.
geringer Verbrauch blitzschnelles und kaum spürbares

+ Start-Stopp-System
- etwas hoher Preis

Von Heinrich Rohne

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