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Auto & Verkehr Guten Tag, Max Muster!
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00:30 06.12.2014
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Wolfsburg

Es kommt nicht so häufig vor, dass Autohersteller einen Einblick in das geben, was auf der Entwicklungsseite in der Pipeline steckt. Das hat gute Gründe, denn nicht alles, was sich Ingenieure einfallen lassen, erreicht am Ende auch die Marktreife. Und bevor man sich hier blamiert, lässt man den Deckel lieber geschlossen. Volkswagen ist jetzt über den eigenen Schatten gesprungen und hat einen Ausblick darauf gegeben, was künftig in den Fahrzeugen Einzug halten könnte.

Natürlich geht es wie so häufig in den vergangenen Jahren um viel Elektronik, um das vernetzte Auto, weil nach Ansicht von VW-Sprecher Michael FrankeFahrzeuge ohne diese Technologien bald unverkäuflich“ sein werden. Der Wettbewerb liefert sich hier ein hartes Kopf-an-Kopf-Rennen. Da aber noch lange nicht entschieden ist, welcher Typ Autofahrer aus den vielseitigen elektronischen Angeboten tatsächlich Nutzen zieht, beschränken wir uns an dieser Stelle auf das, was das Autofahrerleben künftig wirklich erleichtern könnte.

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Easy Open: Die automatische Öffnung des Kofferraums per Fußkick führte Volkswagen 2010 mit der siebten Generation des Passat Variant ein. Jetzt wird das System revolutioniert: Die Kickbewegung fällt künftig weg, dafür projiziert ein Näherungssensor einen Fußabdruck auf den Boden. Sobald sich jemand mit dem Fahrzeugschlüssel auf diesen Fußabdruck stellt, schwingt automatisch die Heckklappe auf. Der große Vorteil: Man muss nicht mehr auf einem Bein herum- balancieren um den Kofferraum zu öffnen, sondern hat einen festen Stand. Das ist besonders dann hilfreich, wenn die Hände durch Getränkekisten oder sperrige Einkäufe gebunden sind.

Easy Close: Was aufgeht, sollte auch wieder zugehen: Beim neuen Passat Variant kann die geöffnete Heckklappe künftig auch wieder automatisch verschlossen werden. Und das funktioniert so: Wenn sich der Schlüsselinhaber von der Heckklappe entfernt, geht diese nach zwanzig Sekunden zu und wird automatisch verriegelt. Der Vorgang wird über einen Doppeltaster in der Heckklappe aktiviert. Der Fahrer hat die Möglichkeit, zwischen dem gewohnten und dem zeitversetzten Schließen zu wählen. Über den Schlüssel als Schnittstelle werden die Fahrzeugtüren bereits verriegelt, während die Heckklappe noch zum Entladen offen steht. Entfernt sich die Person mit dem Schlüssel aus dem Nahbereich, wird die Heckklappe automatisch geschlossen und verriegelt.

Personalisierung: Künftig kann der Fahrer sein Fahrzeug auf seine ganz persönlichen Bedürfnisse konfigurieren, ohne den Vorgang jedes Mal wiederholen zu müssen. Einstellungen für Licht, Klimaanlage, Fahrersitz, Navigation oder Fahrerassistenzsysteme können auf einem Benutzerkonto abgelegt werden. Sobald der Fahrer die Tür öffnet, werden die Einstellungen aktiviert. Insgesamt stehen vier Benutzerkonten pro Fahrzeug zur Verfügung, wenn die Zündung eingeschaltet wird, begrüßt das Auto den Fahrer zudem persönlich. Eines der Konten steht einem Gastfahrer zur Verfügung.

Low-E-Glasdach: Eine hauchzarte, 400 Nanometer dünne Oxidschicht, die auf ein Glasdach aufgebracht wird, garantiert eine niedrige Wärmeabstrahlung Das hat gleich mehrere Effekte: Im Sommer heizt der Innenraum nicht so stark auf, im Winter wird die Wärme im Fahrzeug gehalten, was vor allem im Kopfbereich zu einem deutlich besseren Komfortempfinden führen soll. Außerdem sinkt der Heizbedarf im Auto um bis zu 15 Prozent, was wiederum eine Reduzierung der CO2-Emissionen zur Folge hat. Weil man auf das übliche Dachrollo verzichten kann, sinkt auch noch das Fahrzeuggewicht.