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14:06 28.01.2018
VinziRast, Wohnprojekt ehemaliger Obdachloser und Studierender Quelle: majas.photography

Auf den ersten Blick haben Studierende und ehemals Wohnungslose nicht viel gemeinsam – abgesehen davon, dass bei vielen das Geld knapp ist und sie deshalb wenig Miete zahlen können. Trotzdem werden sie als stimmige Gemeinschaft für Wohnprojekte angesehen. In Hannover nimmt ein solches gerade konkrete Gestalt an, in Köln ist es in Planung und in Wien bereits seit fast vier Jahren Realität.

„VinziRast mittendrin“ nennt sich der erfolgreiche Pilotversuch. In einem sanierten Altbau in bester städtischer Lage leben 27 ehemals Obdachlose und Studierende zusammen. Jeder Bewohner hat ein eigenes Zimmer, die Wohngemeinschaften teilen sich ein Bad, gemeinsame Wohnräume und große Küchen. Regelmäßig finden Hausrunden statt. Außerdem gibt es Freizeitangebote. „Nichts ist allerdings verpflichtend“, betont Cecily Corti, die das Projekt maßgeblich vorangetrieben und die Gesamtleitung für weitere Einrichtungen in dem Haus innehat.

„Studierende werden hier mit der Wirklichkeit konfrontiert.“ Sie entschieden sich bewusst für das Wohnprojekt und brächten Offenheit sowie meist Erfahrungen im sozialen Bereich mit. Einige der Bewohner haben das Haus, das dank einer großzügigen Spende erworben werden konnte, mitsaniert. Das Wiener Architekturbüro Gaubenraub verwirklichte ein architektonisches Konzept, das die vorhandene Biedermeier-Architektur bewahrte, aber zugleich Luftigkeit und Offenheit einbrachte.

Das Haus wurde bewusst hochwertig saniert, betont Corti: „Kein Bewohner soll das Gefühl haben, er werde nicht wertgeschätzt.“ Die Miete in Höhe von 300 bis 350 Euro inklusive Nebenkosten sei zwar für Wiener Verhältnisse günstig, zeige aber, dass Qualität eben auch ihren Preis habe, erklärt Cecily Corti.

Einige Bewohner verdienen Geld im beliebten „Lokal mittendrin“ im Erdgeschoss, das sich zum Quartier hin öffnet und die Akzeptanz des Projekts in der Nachbarschaft erhöht. In drei Werkstätten finden außerdem unter anderem Flüchtlinge Arbeit.

Eine Mischung aus Wohnen, Arbeiten und Begegnung verfolgt auch das Projekt Casa Colonia in Köln: Dort sollen ehemals Wohnungslose, Studierende und Künstler unter einem Dach leben. Sie alle könnten voneinander lernen, meint der Projektverantwortliche Dirk Kästel vom Verein „Kunst hilft geben“: „Integration funktioniert am besten mit einer Mischung von Menschen.“

Der Verein sammelt seit 2013 Spenden für das Projekt und hat bereits 38 Benefizveranstaltungen organisiert. Mit der Stadt Köln laufen derzeit konkrete Verhandlungen für ein Grundstück in attraktiver Lage. Vorgesehen sind neben 16 Apartments, ein Integrationscafé sowie ein Kulturtreff. Die Investitionssumme beläuft sich auf bis zu 3 Millionen Euro.

Ohne Spenden kommt ein Projekt in Hannover aus. Im Stadtteil Linden baut die Firma Gundlach ein ehemaliges Bürogebäude zu Wohnungen für Studierende und Wohnungslose um. 21 Wohnungen werden dem Kooperationspartner, der Sozialen Wohnraumhilfe (SWH) der Diakonie Hannover, für eine Vermietung zur Verfügung gestellt. Die vier größeren Wohnungen sind für studentische Wohngemeinschaften vorgesehen und werden von Gundlach direkt vermietet. Das Haus „Miteinander“ werde voraussichtlich im April 2019 bezugsfertig, sagt Nadine Otto, kaufmännische Leiterin bei Gundlach: „Studierende sind besonders tolerant und offen für solche Projekte. Und die ehemals Wohnungslosen sollen in einem möglichst normalen sozialen Umfeld leben“, erläutert sie.

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