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Baugebiete Fristen, Vorschriften und Co.
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22:57 15.05.2018
Ein Haus zu bauen, ist ein großes und teures Projekt: Bauherren müssen viele Dinge im Blick behalten, damit die Kosten nicht unerwartet explodieren. Quelle: Karolin Krämer/dpa-tmn
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Hannover

Für private Bauherren ist das Projekt oft eine große Herausforderung. Ganz ohne Hilfe geht es daher nicht. „Ein Bauherr braucht viele Kenntnisse und Erfahrung, damit ein Hausbau pünktlich, nach den rechtlichen Vorschriften und zum vereinbarten Preis fertiggestellt wird“, sagt Corinna Kodim vom Eigentümerverband Haus & Grund. Zwar könnten viele Themen im Internet recherchiert werden. Bauherren müssten aber auch wissen, inwiefern die verschiedenen Gewerke wie Dach, Fenster und Boden voneinander abhängen. Um die Arbeiten zu kontrollieren, müssten Bauherren regelmäßig auf der Baustelle sein. Für viele Berufstätige ist das jedoch keine Option. „Deshalb lohnt es sich für Bauherren, einen erfahrenen Architekten oder Bauingenieur mit der Kontrolle zu beauftragen“, empfiehlt Kodim.

Neben dem Hausbau an sich müssen Bauherren auch die Finanzen im Blick behalten. Explodierende Kosten kann zum Beispiel ein Vertrag mit Festpreisgarantie verhindern. Bevor er den Vertrag mit dem Bauunternehmen unterzeichnet, sollte ihn der Bauherr aber gemeinsam mit einem Juristen auf Vollständigkeit prüfen, rät Florian Becker, Geschäftsführer des Bauherren-Schutzbundes. In puncto Fristen gibt es seit dem 1. Januar 2018 eine gesetzliche Neuerung: Nun muss der Bauunternehmer im Vertrag einen Zeitpunkt angeben, zu dem er das Haus fertiggestellt haben wird. Steht der Baubeginn noch nicht fest, muss der Unternehmer die Dauer der Baumaßnahmen angeben. Braucht der Unternehmer länger als vertraglich vereinbart, hat der Bauherr möglicherweise Anspruch auf Schadenersatz, so Becker. „Für den Fall, dass das Unternehmen den Fertigstellungstermin durch eigenes Verschulden nicht einhält, sollten Bauherren die Zahlung einer Vertragsstrafe vereinbaren“, empfiehlt Richard Althoff, Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Baurecht im Deutschen Anwaltverein. Ist das Haus fertig, folgt die Abnahme. Wenn der Bauherr danach Mängel am Haus entdeckt, muss er beweisen, dass sie vom Unternehmen verursacht wurden. Vor der Abnahme ist es noch umgekehrt: Hier muss das Unternehmen beweisen, dass die Mängel nicht von ihm stammen. „Eine Abnahme sollte schriftlich in Form eines gemeinsamen Protokolls von Auftraggeber und Auftragnehmer stattfinden“, empfiehlt Althoff.

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dpa/tmn