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Akademische Neubauprojekte

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Und so soll der scale-Forschungsbau für skalierbare Produktionssysteme der Zukunft von außen aussehen. Konzipiert wurde er von den Planern HENN Architekten Berlin. Quelle: HENN Architekten
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Ein Spaziergang auf dem Nordstädter Gelände der Leibniz-Universität führt streckenweise entlang der Bauzäune und wird begleitet von Maschinengeräuschen. Die Universität realisiert neue und saniert bereits bestehende Gebäude für Wissenschaft und Lehre – und das nicht nur am Hauptstandort.

Neubau der Leibniz School of Education gestartet
In der Straße Im Moore, direkt neben dem Welfengarten, hat der Bau der neuen Leibniz School of Education (LSE) begonnen. Auf einer Fläche von etwa 4500 Quadratmetern sollen die Einrichtungen der Lehrerbildung gebündelt werden, die bisher auf dem Campus verteilt waren.  Der Rohbau soll bereits im kommenden Sommer stehen. Mit der Fertigstellung rechne man im August 2022, berichtet Universitätssprecherin Mechthild Freiin von Münchhausen. Insgesamt kostet das Bauvorhaben 20,3 Millionen Euro.

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Fassade dringend sanierungsbedürftig
Wenige Meter weiter, in der Appelstraße 9a im Universitätsbereich Schneiderberg, steht das Hochhaus aus den 1970er-Jahren, das vor allem technische Fakultäten beherbergt.
Die Fassade, eine Fläche von 12.000 Quadratmetern, ist aber dringend sanierungsbedürftig und wird deshalb durch ein Netz geschützt. Der Bau soll jedoch voraussichtlich erst Mitte 2022 beginnen und noch bis 2024 andauern. Die Kosten belaufen sich auf 32 Millionen Euro.

Weitere Bauprojekte in Marienwerder und Garbsen
Gerade gestartet ist hingegen der Umbau des großen Wellenkanals am Forschungszentrum Küste in Marienwerder: Die Leibniz-Universität und die Technische Universität Braunschweig führen dort gemeinsam das Forschungsprojekt marTech durch, untersuchen Wellen und Strömungen und wie Offshore-Windkraftwerke daran angepasst werden müssen. Bis August 2022 soll der Wellenkanal durch eine neue Wellenmaschine und eine Strömungsanlage erweitert werden. Insgesamt sind dafür 34,4 Millionen Euro eingeplant.
Seit März dieses Jahres entsteht zudem auf dem Maschinenbau-Campus in Garbsen ein neues Forschungsgebäude. Das scale steht für skalierbare Produktionssysteme der Zukunft und soll auf knapp 8000 Quadratmetern Platz bieten für Laborräume, in denen ökologische und wirtschaftliche Fertigungsmethoden getestet werden können. Die Kosten für den Bau belaufen sich auf knapp 50 Millionen Euro. Die neue Forschungseinrichtung soll dann bis Mitte 2022 stehen.

Von Monika Dzialas