Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Gewerbeimmobilien Innovativ und ökologisch – das ist der Baustand in Hannover
Mehr Bauen & Wohnen Gewerbeimmobilien

Innovativ und ökologisch – das ist der Baustand in Hannover

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Die im Mai installierte Brücke der neuen Continental-Unternehmenszentrale am Pferdeturm bietet einen spektakulären Anblick. Quelle: Continental
Anzeige

Hannovers Stadtbild ist im Wandel: Vielerorts wird gebaut, und es entstehen neue, teilweise innovative Gebäude. Einige Großprojekte sind in aller Munde und zeigen, wie die Baubranche zusammenarbeiten kann.

Weiter geht’s am Klagesmarkt
Am Klagesmarkt liegen die Pläne in verschiedenen Händen. Für den neu entstehenden Gebäudekomplex mit der Hausnummer 39 ist der ProjektBau ALSTERUFER aus Hamburg zuständig. Nach dem ersten Baufeld geht es nun zum zweiten, angrenzend an den Nordstädter Wochenmarkt. Das Unternehmen will im neuen Komplex Gewerbe und Wohnen kombinieren.
Bereits zu Beginn des Jahres fertiggestellt ist das Bauprojekt der Immobiliengesellschaft hanova am Klagesmarkt 17. Die 98 neuen Mikroapartments für Studierende, sogenannte Nanos, 18 Dreizimmerwohnungen und sechs Fünfzimmerwohnungen seien laut hanova-Sprecher Frank Ermlich vermietet. Weiter hoch in Richtung Christuskirche, an der Kreuzung zur Arndtstraße, entsteht bis Anfang des kommenden Jahres ein neues Viersternehotel. Entwickelt wurde der Neubau, der vorher als Bürogebäude fungierte, von der BAUM Unternehmensgruppe. Die Gewerberäume werden im neuen NH-Hotel bestehen bleiben.

Anzeige

Die Brücke steht
Auch der Neubau der Continental-Unternehmenszentrale ist in vollem Gange: Nachdem im Mai die Stahlkonstruktion der Brücke über die Hans-Böckler-Allee errichtet worden war und sie anschließend mit der Häuserfassade verbunden wurde, geht es derzeit an den Innenausbau. Ende 2021 soll die Zentrale dann fertiggestellt sein, pünktlich zum 150-jährigen Jubiläum des Unternehmens. In den acht Gebäuden, die über vier Brücken miteinander verbunden sind, sollen bis zu 1250 Mitarbeiter Platz finden. Neben den Arbeitsplätzen soll es eine Kita, Parkanlagen sowie Fahrrad- und Autostellplätze geben.

enercity-Zentrale will selbst energieeffizient sein
Von der alten enercity-Zentrale ist nichts mehr zu sehen, für den Neubau hat sich der Energiekonzern die Immobiliengesellschaft hanova an Bord geholt. Anfang Oktober beginnen die Arbeiten mit der Bohrpfahlgründung; im nächsten Jahr soll dann die Sohlplatte fertiggestellt sein. Die Immobiliengesellschaft rechnet damit, die neue enercity-Zentrale bis Ende 2022 errichtet zu haben.
Auf den 20 000 Quadratmetern sollen etwa 650 Arbeitsplätze geschaffen werden. Der Konzern setzt zudem auf einen energieeffizienten Neubau: Die Dächer sollen begrünt, für die Energieversorgung sollen Wärmepumpen oder Fotovoltaikanlagen angebracht werden.

Neuer Ärztekammer-Hauptsitz wächst
Eintretendes Grundwasser, ein undichtes Fundament, Asbest in der Bausubstanz und Mängel beim Brandschutz – all diese Gründe führten schließlich dazu, dass die Ärztekammer Niedersachsen ihren alten Hauptsitz in der Berliner Allee abreißen ließ. Bis Anfang 2022 soll auf der gleichen Fläche ein neues Hauptgebäude entstehen, realisiert von der Firma Papenburg. Die unterirdischen Etagen sowie das Erdgeschoss seien im Rohbau bereits fertiggestellt und man widme sich dem ersten Obergeschoss, berichtet Ärztekammer-Sprecher Thomas Spieker. Bislang sei der Zeitplan nur leicht verzögert, da beim Bau Verflechtungen zu den angrenzenden Grundstücken sichtbar geworden seien.

Asbest verzögert Abrissarbeiten
So richtig voran geht es im ehemaligen Maritim Hotel am Friedrichswall hingegen nicht: Weil Arbeiter asbesthaltige Wände eingerissen hatten, wurde vom Gewerbeauf-
sichtsamt ein Betretungsverbot ausgesprochen. Das hat die Behörde inzwischen gelockert. Die Rückbauarbeiten sollen noch in diesem Herbst abgeschlossen sein, berichtet Robert Döring, Sprecher der Intown Gruppe, die das Gebäude pachtet. Im Anschluss soll der Ausbau des Hotels beginnen. Mit der Fertigstellung rechnet er erst in etwa zwei Jahren

Von Monika Dzialas