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Faurecia
Der französische Automobilzulieferer Faurecia errichtet im Wissenschafts- und Technologiepark sein Innovationszentrum. Quelle: Baum Untertnehmensgruppe

Wer sich als Hightech-Standort profilieren will, kommt um das Thema Wissenstransfer nicht herum. Ein enger Austausch zwischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen zählt zu den wichtigsten Voraussetzungen, um exzellente  Arbeitskräfte zu locken und die Wertschöpfungsquote in der Region hochzuhalten. Mit dem Wissenschafts- und Technologiepark Hannover (WTH) und dem geplanten Technologiepark am Campus Maschinenbau in Garbsen kann die Region Hannover in dieser Hinsicht mit gleich zwei innovativen Projekten punkten. Während der WTH im hannoverschen Stadtteil Marienweder bereits seit zehn Jahren kontinuierlich wächst, haben die Stadt Garbsen und die Region Hannover
vor Kurzem ihre Zusammenarbeit bei der Entwicklung eines Technologiestandorts am 2019 eröffneten Campus Maschinenbau beschlossen. „Das sind zwei starke Standorte, die sich optimal ergänzen und spannende Flächen und Dienstleistungen bieten“, sagt Hilmar Engel, zuständig für Regionalentwicklung bei der Wirtschaftsförderung der Region Hannover.

Von Optik bis Informatik
Auf dem rund 28 Hektar großen und verkehrstechnisch gut angebundenen Areal des Wissenschafts- und Technologieparks Hannover finden sich heute bereits zahlreiche renommierte Unternehmen und Institutionen, darunter das Institut für Integrierte Produktion (IPH), das Laser Zentrum Hannover (LZH), die Gesellschaft für Technologie Transfer GTT, der Sican Technologiepark und das Technologie-Zentrum Hannover. Die Industrieunternehmen Clarios, Volkswagen und Continental liegen nicht weit entfernt. Herzstück des Standorts für die Technologie von morgen ist ein rund zehn Hektar großer Landschaftspark. 

Die Leibniz Universität Hannover will im WTH ihre Forschungsaktivitäten in den Bereichen Optik, Produktionstechnik, Materialentwicklung und Informatik an einem Ort zusammenführen und im kommenden Jahr mit dem Bau des Forschungsgebäudes Opticum beginnen. 

In dem im Aufbau befindlichen Technopark haben sich in der Nachbarschaft bereits zahlreiche Unternehmen aus dem Bereich Forschung und Wissenschaft eingemietet. Der aus insgesamt vier Gebäuden bestehende und in nachhaltiger Holz-Hybrid-Bauweise Komplex soll nach Fertigstellung des letzten Gebäudes im Frühjahr 2024 „mehr als 2000 Menschen Arbeitsplätze der Zukunft bieten“, sagt Dominik Talhof, Geschäftsführer des Projektpartners Aptum. Ein weiterer Neuzugang ist der französische Automobilzulieferer Faurecia, der auf rund 20000 Quadratmetern sein Innovationszentrum inklusive Deutschland-Zentrale für rund 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf dem WTH-Gelände errichten lässt.

Ein Zentrum für gemeinsame Projekte
Nur ein paar Straßen weiterwurde in Garbsen vor zwei Jahren der Campus Maschinenbau der Leibniz-Universität Hannover für rund 5300 Studierende, Lehrende und Beschäftigte eröffnet. Nun wollen Stadt Garbsen und Region Hannover gemeinsam auf der letzten freien, etwa vier Hektar großen Fläche einen „hochmodernen Innovations- und Technologiestandort entwickeln“, heißt es vonseiten der Stadt.

Im Auge haben die Planer unter anderem ein Technologietransferzentrum für die Arbeit an gemeinsamen Projekten von Campus-Instituten und industriellen Partnern. Dort sollen Büros, Labore und Werkstätten entstehen. Auf weiteren Flächen sind Ansiedlungen von Partnern der Forschungseinrichtungen am Campus möglich, die langfristige Kooperationen eingehen. „Wir wollen innovative und forschende Unternehmen und Start-ups für diesen Standort gewinnen“, sagt Wirtschaftsförderer Engel.

Angesprochen werden vor allem Firmen mit einer Nähe zu Maschinenbau, Materialforschung und Energiewende, die sich für einen Austausch von Informationen zwischen Industrie und Forschung interessieren. Nach den für 2023 geplanten Erschließungsarbeiten könnten die ersten Hochbauten entstehen.