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Planen & Bauen Die Sonne genießen - und nutzen
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11:17 15.04.2013
Eine Investition in die Zukunft: Vor allem Familien setzen auf Sonnenenergie. Ihnen geht es nicht nur darum, ihren Geldbeutel zu entlasten, sondern auch etwas für den Nachwuchs zu tun. Quelle: Udo Kroener - Fotolia
Hannover

Saubere Sonnenenergie kann auf unterschiedlichen Wegen gewonnen werden. Diese Möglichkeit sollten Hauseigentümer nutzen. Photovoltaikanlagen wandeln Sonnenlicht direkt in elektrischen Strom um. Und solarthermische Anlagen eignen sich zur Erwärmung von Trinkwasser und zur Aufbereitung von heißem Wasser für die Heizungsanlage.

Mit der Sonne heizen und duschen

Die Nutzung erneuerbarer Energien, CO2-freie Energiequelle und hohe Energieeffizienz: Sonnenkollektoren bieten etliche Vorteile für Umwelt und Gesundheit. Die Sonnenenergie wird mit der herkömmlichen Raumheizung kombiniert, um die Ressourcen von fossilen Brennstoffen wie Erdgas und Erdöl weltweit zu schonen. Sonnenkollektoren sind die zentralen Bestandteile einer thermischen Solaranlage. Im Haus wird damit warmes Wasser für die Heizung und/oder das Trinkwasser erzeugt.

Kleine Solaranlagen gehören heute bereits zum Standard im Programm der Heizungsindustrie und des Fachhandwerks. Mit einer Solaranlage zur Trinkwassererwärmung oder Heizungs-unterstützung machen sich Hauseigentümer unabhängiger von Energiepreissteigerungen. Solarenergie wird mit eigenen Solarkollektoren oder durch den Bezug von Fernwärme in Kombination mit einer zentralen großen Solarwärmeanlage genutzt.

Der Staat stellt Investitionskostenzuschüsse für Gebäude-eigentümer bereit, die eine Solarwärmeanlage installieren lassen. Mit mehr als 300 Millionen Euro jährlich fördert der Bund die Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärmeerzeugung. Zudem vergibt er zinsgünstige Kredite. Für Solarwärmeanlagen, die größer als 40 Quadratmeter sind, gewährt die KfW-Förderbank zinsgünstige Kredite und Tilgungszuschüsse. Und der Hauseigentümer spart Steuern. Die Kosten für eine Solaranlage können in voller Höhe oder anteilig über mehrere Jahre gestaffelt steuerlich geltend gemacht werden.

Sauberen Strom aus Sonnenlicht gewinnen

In Photovoltaikanlagen wird mittels Solarzellen ein Teil der Sonnenstrahlung in elektrische Energie umgewandelt. Die einzelnen Solarmodule werden in Reihe geschaltet und zum Beispiel auf dem Hausdach montiert. Die Bundesregierung fördert Photovoltaik-anlagen mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Das EEG bietet durch feste Vergütungssätze und einen 20-jährigen Vergütungszeitraum hohe Planungs- und Investitionssicherheit. Die Vergütungssätze sind differenziert nach kleinen und großen Anlagen sowie nach Dach- und Freiflächenanlagen. Es besteht ein Anspruch auf eine Einspeisevergütung für den erzeugten Strom gegenüber dem jeweiligen Netzbetreiber.

Allerdings streicht die Bundesregierung die Solarstromförderung vom 1.April 2012 an deutlich zusammen. Besitzer von Kleinanlagen kommen jedoch glimpflich davon, sie müssen mit einer zusätzlichen Kürzung von fünf Prozentpunkten rechnen. Die staatlich garantierte Vergütung auf den erzeugten Strom soll auf maximal 90 Prozent begrenzt werden. Das heißt: Den restlichen Strom muss der Anlagenbetreiber selbst vermarkten oder verbrauchen.

Auch Photovoltaikprodukte nutzen erneuerbare Energien, verringern den Einsatz von schadstoffhaltigen Batterien und haben eine lange Lebensdauer. Solarzellen können zahlreich in Haus und Garten eingesetzt werden - zum Beispiel in Küchengeräten, Hausnummernbeleuchtungen, Lampen oder elektrischen Zäunen.

Julia Pennigsdorf

Förderung für Blockheizkraft

Strom und Wärme unabhängig von den großen Energieversorgern und gleichzeitig klimaschonend selbst zu erzeugen – das ist die Idee hinter den kleinen Blockheizkraftwerken (BHKW) für Eigenheime und kleine Mehrfamilienhäuser. Die Anschaffung eines solchen BHKW wird ab April 2012 vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) finanziell gefördert, wie die Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern jetzt mitteilte. Die Förderanträge können ab 1. April beim BAFA eingereicht werden.

Weitere Informationen

www.verbraucherzentraleenergieberatung.de

Telefon (0 18) 8 09 80 24 00 (0,14 Euro/Min. aus dt. Festnetz, abweichende Preise bei Mobiltel).

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