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Planen & Bauen Schimmel vorbeugen
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08:00 21.03.2012
Vorsicht Gefahr: Ist der Schimmel erst einmal da, drohen Gesundheitsrisiken. Deswegen sind vorbeugende Maßnahmen ratsam. Quelle: RioPatuca
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Vor Jahren, als Kunststofffenster und Isolierverglasung noch weitestgehend unbekannt waren und die Fensterrahmen einfache Scheiben enthielten, waren diese zwar die Schwachstellen in puncto Wärmedämmung. Doch es gab auch Vorteile: Denn die Schwachstelle war für jeden sichtbar und spürbar - lief doch das Kondenswasser an den Fenstern nach unten und bildete auf den Fensterbrettern kleine Pfützen. Mit einem Tuch war das Wasser schnell aufgewischt und damit auch die Raumluft entfeuchtet.

Heute erlauben moderne Fenster mit Isolierverglasung diesen simplen Entfeuchtungseffekt nicht mehr. Vielmehr entstehen die Kondenspunkte völlig unbemerkt. Darauf macht der Immobilienverband Deutschland IVD, Verband der Immobilienberater, Makler, Verwalter und Sachverständigen, Regionalverband Nord-West in Hannover, aufmerksam. Das Wasser, das sich an den Isolierfenstern niederschlägt, läuft nicht mehr nach unten und kann somit auch nicht aufgewischt werden. Stattdessen bleibt die Feuchtigkeit in den Räumen. Das Resultat: Die Tapeten werden feucht und bleiben es, bis sich darin "Leben" ansiedelt. Das aber wird erst dann sichtbar, wenn sich der Schimmel schon gebildet hat.

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Oft stehen Gebäude bereits seit Jahrzehnten, ohne dass Schimmel ein Thema war. Nach einer Modernisierung und der Investition in energiesparende Umbauten tritt das Problem aber plötzlich auf. Einer der Gründe: In Anbetracht der hohen Heizkosten übertreiben viele es mit dem Energiesparen. So kommt es vor, dass Raumtemperaturen, speziell in Schlafzimmern, unter zehn Grad liegen, aber die Luftfeuchtigkeit 80 Prozent erreicht. Da ist Schimmel programmiert. Hinzu kommt, dass Möbel und Schrankwände oft zu nah an den Außenwänden stehen oder Gardinen großflächig Wände verdecken. Dort kann die Luft nicht zirkulieren. Das aber muss sie, um Schimmelbildung zu verhindern. Nähere Informationen erteilt der Immobilienverband Deutschland IVD, Verband der Immobilienberater, Makler, Verwalter und Sachverständigen, Regionalverband Nord-West e.V., Emmichplatz 3, 30175 Hannover, Telefon: (0511) 2618480, E-Mail: info@ivd-nord-west.net Der Immobilienverband IVD in Hannover rät zu folgenden Vorsorgemaßnahmen, um Schimmelbildung in Wohnräumen zu verhindern: Stellen Sie Möbel und gestalten Sie Raumtextilien so, dass eine Hinterlüftung nicht erschwert oder unmöglich gemacht wird.

Lüften

Lüften Sie regelmäßig und intensiv, und sorgen Sie für frische Luft in allen Winkeln Ihrer Zimmer.

Luftvolumen

Vor dem Lüften sollte der Raum auf 18 bis 20 Grad aufgeheizt werden, damit die Raumluft Feuchtigkeit aufnehmen kann. Dann Stoßlüften, also die Fenster und die Türen für einen Durchzug weit öffnen, damit das Luftvolumen in der Wohnung ausgetauscht wird.

Feuchtigkeit vermeiden

Fenster zu kippen, ist grundsätzlich falsch. Die Fensterstürze unterkühlen, aber die Feuchtigkeit in der Raumluft wird nicht abgeführt. Besonders kritisch sind Schlafzimmer und Bäder. Wischen Sie im Bad Fenster und Fliesen trocken, wenn sich dort Feuchtigkeit gebildet hat. Dies gilt insbesondere nach dem Baden und Duschen.

Trocknung

Halten Sie Fliesen und Fenster, auch die Rahmen, immer trocken.

Kalte Jahreszeit

Achten Sie darauf, dass die Räume niemals komplett auskühlen.

Julia Pennigsdorf

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