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Bauen & Wohnen Das sind die neuen Sessel
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14:18 26.04.2012
Zeitlos modern oder lieber klassisch? Ohrensessel gibt es auch im zeitlosen Klubsessellook. Quelle: Domicil

Individuelle Lieblingsstücke stehen nicht nur in den Wohnzimmern, sie erobern auch Schlaf-, Gäste- und sogar das Esszimmer.

Die Erinnerung hat das Bild des Großvaters gespeichert: Der saß nie auf dem Sofa, sondern in „seinem“ Sessel, einem bequemen Ohrensessel aus Leder oder Brokatstoff. Die heutigen Ohrensessel haben gar nichts Altväterliches oder Altmodisches mehr, sie bestechen durch ihre Vielseitigkeit. Es gibt sie im XXL-Format mit kleinen Ohrenkissen zum Anlehnen, schlank und gerade nach einem Entwurf des Architekten Alexander Mantel aus den dreißiger Jahren.

Ältere lieben ihn oft fest gepolstert, weil das den Rücken stützt und das Setzen und Aufstehen erleichtert. Zum Einkuscheln ist der weicher gepolsterte Ohrensessel die bessere Wahl. Schön groß darf er sein. Im großzügig bemessenen Sessel kann man es sich mit angezogenen Beinen bequem machen oder quer sitzen und die Beine über die Lehne baumeln lassen oder sich zum Nickerchen einrollen, ganz nach persönlichen Vorlieben.

Die ungebremste Beliebtheit des Ohrensessels - übrigens bei allen Generationen - hat dazu geführt, dass die Form auf andere Materialien übertragen wird. Es gibt Ohrensessel aus Geflecht oder aus Metall, dann jeweils kombiniert mit dicken Sitzpolstern und weichen Rückenkissen für mehr Komfort. Mit dem ausgewählten Stoff ändern sie ihr Gesicht, wirken romantisch im Blumendruck, ländlich mit Streublümchen- oder Karodesign, streng und elegant in gestreifter Seide - die Bandbreite ist riesengroß.

Zu den beliebten Solisten gehören auch die Klubsessel. Tief und bequem, in der Form meist mit Arm- und Rückenlehne auf einer Höhe sowie häufig mit Leder bezogen, erinnern sie uns an die vornehmen englischen Klubs, in denen die Mitglieder bei einem Sherry oder Port die Tageszeitung studieren. Sie stehen vor dem Kamin oder im „Raucherzimmer“, eignen sich hervorragend für die Hotellobby oder die Sitzecke in der Anwaltskanzlei - solide, gediegen und zeitlos.

Auch wer sich für modernes Design begeistert, findet den schönen Solisten. Die Form ist modern interpretiert, die Philosophie des individuellen, bequemen Sitzens bleibt unverändert. Funktion wird großgeschrieben. Das gilt nicht nur für die Relaxer mit manuell oder elektrisch verstellbarer Rückenlehne und Fußstütze. Es gilt zum Beispiel auch für den zierlichen Sessel mit Drehfuß - ohne aufzustehen oder den Sessel verschieben zu müssen, wendet man sich dem Fernsehgerät zu oder dreht sich in Richtung Sofa, um mit Familie und Freunden zu plaudern.

Zum bequemen Einzelsessel gehört - die Klubsessel einmal ausgenommen - in jedem Fall ein Hocker. Füße hoch, entspannt zurücklehnen, so gefällt der Lieblingssitz.

Und noch ein Vorteil des Solisten muss betont werden: Als Einzelstück darf er auffallen. Während Einrichtungsexperten bei den großflächigeren Sofas eher zum dezenten Bezugsstoff raten, darf der Solosessel im Raum auffallende Akzente setzen und wird damit zum Instrument, die Einrichtung kräftig aufzumöbeln.

Von Ralf C. Kohlrausch

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