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Bauen & Wohnen Die große Hausschau
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10:51 24.06.2011
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Bewohner wie Architekten stehen Rede und Antwort. Eine kleine Extratour erlauben sich die Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg, die erst eine Woche später zur Besichtigung laden, dafür bietet Nordrhein-Westfalen allein 440 Ziele an.

Bei den Bauinteressenten ist das Datum fest etabliert, die Zahl der Besucher im vergangenen Jahr entsprach mit 166 000 bundesweit fast der Zahl der privaten Baugenehmigungen, Tendenz bei beiden Zahlen steigend. „Im Februar bekommen wir die ersten Anfragen zu unserer Broschüre mit der Bitte um Vormerkung, in der Hochzeit sind es dann 80 Bestellungen pro Tag“, berichtet Dr. Ute Maasberg von der Pressestelle der Architektenkammer Niedersachsen-Bremen. Die Broschüre, edel aufgemacht als Taschenbuch, ist als inoffizielles Jahrbuch niedersächsischer Architektur ein Sammlerstück geworden. Ganz offiziell gesammelt wird sie von der Deutschen Bibliothek in Frankfurt, die jährlich zwei Exemplare erbittet. „Das freut uns natürlich, wenn niedersächsische Architektur so positiv als Marke gesehen wird“, sagt Maasberg.

Auch Besucher und Architekten freuen sich über die gegenseitigen Informationsmöglichkeiten, wie eine Besucherumfrage im vergangenen Jahr und die Rückmeldungen der Architekten ergeben haben. Etliche haben neue Kunden gewonnen, und einige Teilnehmer haben inzwischen den ganzen Zyklus hinter sich: Objekte besichtigen, Architekten beauftragen, den eigenen Neubau beim Tag der Architektur für Besucher öffnen.

Drei Entwicklungen hat Maasberg in den vergangenen Jahren beobachtet:

Mut zur Farbe: Häuser werden bunter. Die Fassaden werden mit kräftigeren Farben gestaltet, mit Farbkontrasten und Akzenten. Sie sind nicht mehr beschränkt auf die klassischen Fassadenfarbtöne Rot, Gelb und Weiß. Außerdem kombinieren Bauherren und Architekten verschiedene Fassadentypen.

Offene Flächen: Die Zeit der Schachtelarchitektur geht endgültig zu Ende. Es muss nicht mehr jede Funktion ihr eigenes Kämmerchen bekommen, der Trend geht zu offenen Räumen, fließenden Übergängen und dem Spiel mit Freiflächen. Offene Ebenen lassen Zimmer über mehrere Etagen reichen oder erlauben den direkten Blick vom Arbeits- ins Wohnzimmer. Weniger Wände bedeutet weniger Kosten, das eingesparte Geld kann in die Hausausstattung fließen.

Energiekonzepte: Wärmedämmung an der Fassade und Solaranlagen auf dem Dach sind Standard, interessant sind integrierte Konzepte. Zunehmend sind Bauherren bereit, für den Umweltschutz zu bezahlen, ohne eine unmittelbare Amortisation zu erwarten. Er wird zum selbstverständlich nachgefragten Ausstattungsmerkmal.

http://www.tag-der-architektur.de

http://www.aknds.de/architektur_tda _2011.html

Ralf C. Kohlrausch

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