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Bauen & Wohnen Ein Stuhl ist ein Stuhl, oder ...?
Mehr Bauen & Wohnen Ein Stuhl ist ein Stuhl, oder ...?
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00:55 28.01.2012
Extravagant wohnen: Der Nielschair wirkt wie ein Kokon .Foto rck
Extravagant wohnen: Der Nielschair wirkt wie ein Kokon .Foto rck
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Wie kreativ man mit dem Thema Sitzmöbel umgehen kann, ist auf der Kölner Möbelmesse imm cologne zu sehen. Von Beton bis Magnetkraft waren die verschiedensten Materialien vertreten.

Nielschair

Nielschair heißt eine deutlich kuschligere Kreation von Hugues Klein Design aus Mülhausen, Frankreich. Der Nielschair ist Sofa, Sessel, Arbeitsplatz oder Liebesnest, seitlich und oben rundum geschlossen bis auf vier Öffnungen, durch die Licht auf die Arbeitsplatte fallen oder die Beine lang hinausgestreckt werden können. Hersteller und Preis stehen noch nicht fest, Interessenten können sich per E-Mail anmelden bei office@huguesklein.com.

Chairbert

Chairbert hat eine Schwester bekommen, Chère Berta. Chairbert ist solo ein Liege- und Schaukelstuhl aus Bugholz, der einer entspannten Liegeposition mit hochgelegten Beinen nachgeformt ist. Er ist so fein ausbalanciert, dass kleinste Lageveränderungen auch eine andere Schaukelstellung des Stuhls zur Folge haben. Dabei kann man bequem zwischen den Beinen hindurch fernsehen oder locker wippend Musik genießen.

Wer es lieber etwas standfester hat, kann Chairbert in ein Gestell setzen. Reibung und Schwerkraft verhindern dann die Schaukelei. Die neu angebotene Kombination wurde von der Holzwerk-Manufaktur aus Altenmedingen dann Chère Berta genannt.

www.holzwerk-produkte.de

Recycling Plastic Range

Recycling Plastic Range hat der Belgier Julien Renault seine Gartenmöbel genannt. Jedes Jahr Gartenmöbel pflegen ist doof, fand er, und griff für die Konstruktion auf Bretter aus recyceltem Kunststoff zurück. Dadurch sind seine Möbel umweltfreundlich, wetterfest, pflegeleicht und recyclingfähig. Und beim aktuellen Einkaufsverhalten der Verbraucher muss Plastikabfall ja auch schon als nachwachsender Rohstoff betrachtet werden. Preis und Lieferbarkeit stehen noch nicht fest, die Bretter immerhin sind industriell gefertigte Serienprodukte.

www.julienrenaultobjects.com

Aside

Aside ist eine Sitzkabine, ein Raumteiler mit Sofa, eine fast fertige Höhle fürs Kinderzimmer, ideal für kleine Studentenzimmer – je nach Standpunkt. Aside ist ein Gestell mit eingehängten Jalousien und einer einfachen Bank dazwischen. Durch die Stellung der Jalousien können Licht und Sicht sowie die Farbe des Ganzen reguliert werden. Funktioniert. Als drei Fernsehteams am Nachbarstand einfielen, drehte Designerin Laurène Barjhoux aus Paris einfach am Griff und blendete die Scheinwerfer aus.

www.laurenebarjhoux.com

Gravity Stool

Gravity Stool nennt Jólan van der Wiel aus Amsterdam seinen Hocker, Schwerkraftstuhl. Van der Wiel wollte ein natürliches Produkt entwickeln. Seine Lösung waren dann allerdings natürliche Kräfte und nicht Materialien. Ein Gemisch aus Eisenspänen und Zweikomponentenkunststoff wird in eine Schale gegeben, und in genau ausgearbeiteten Abständen werden darüber Magneten hochgezogen. Das Ergebnis: Die Eisenspäne folgen den Magnetfeldern, nehmen den Kunststoff mit und bilden Stuhlbeine mit irrwitzigen Zacken. Die Spitzen sind weich, dennoch ist der Hocker stabil. Weil die Produktentwicklung in der Magnetmaschine steckt, kann van der Wiel Interessenten bereits ohne Serienherstellung bedienen.

wwwjolanderwiel.com

Koi

Die Oldenburger Designer Flo Florian und Sascha Akkermann entwerfen Möbel gern mit maritimem Touch. Nachdem ihr Hausboot „Silberfisch“ einen Dauerliegeplatz an der Hunte gefunden hat, präsentieren sie in Köln die Faltliege Koi. Bis ein Vertrieb gefunden ist, können die Liegen der ersten Produktionsserie direkt bei Florian und Akkermann erworben werden. Kontakt: Confused direction, Werftweg 15, 26135 Oldenburg.

Ralf C. Kohlrausch

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