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Bauen & Wohnen Frischer Rahmen für das Fenster
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00:25 14.05.2011
Luftig leicht: Die Gardine bringt Frühlingsstimmung ins Schlafzimmer, das in gedeckten Farben gehalten ist. Foto: ADO Goldkante
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Eine neue Gardine oder ein paar farbige Schals seitlich am Fenster gehören zu den preiswertesten Möglichkeiten, einem Zimmer eine neue Atmosphäre zu verschaffen. Locker gehängt oder auch nur in weiten Schlaufen fallend um eine Gardinenstange gewickelt, können die bunten Stimmungsmacher sogar passend zur Jahreszeit oder zu festlichen Anlässen problemlos gewechselt werden. Kein Wunder, dass die Gardine weiterhin so beliebt ist. Textilbahnen können je nach Ausrüstung und Stoffqualität verschiedene Aufgaben übernehmen: Sichtschutz, Dekoration, Verdunkelung, Schallschutz oder Raumaufteilung.

Und das sind die neuen Trends:

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Klassische Eleganz

Wer es in diesem Frühling klassisch-elegant mag, liegt mit edlen Dekostoffen rund um Taft, Ausbrenner und Co. goldrichtig. Die Farbpalette erstreckt sich dabei von sanften, cremigen Pastelltönen bis hin zu satten Farben, die in Kombination mit seidigen Glanzeffekten ihre volle Wirkung entfalten. Formal sind klassische Blockstreifen und ornamentale Motive ein wichtiges Thema: „Ein Ausbrenner, der opulente Ornamente auf einem fein strukturierten Fond zeigt, eignet sich fürs klassische Interieur beispielsweise hervorragend als Flächenvorhang“, sagt Einrichtungsexpertin Wiebke Schröder vom Einrichtungsinternetmagazin „homesolute“ in Augsburg. Mit der Technik des Ausbrennens lassen sich bei Gardinen großflächige Durchbrucheffekte erzielen, die besonders bei der Dekoration großer Fenster eine repräsentative Wirkung haben.

Luftige Leichtigkeit

Neben klassischen Entwürfen finden sich unter den diesjährigen Fensterdeko-Dessins auch leichte, luftige Stoffe: Frische Kolorits wie Violett, Hellgrün oder Weiß bringen zusammen mit zarten Qualitäten viel Fröhlichkeit und Romantik ins Interieur. Dabei werden Streifenmuster ebenso aufgegriffen wie verspielte, florale Elemente, die sich als frühlingshaftes Blüten- oder Blattwerk über matt glänzende Dekos oder transparente Ausbrenner ranken. Praktisch: Viele Stoffqualitäten lassen sich dank eines raffinierten Positiv-Negativ-Effekts nach Lust und Laune beidseitig verwenden.

Zurück zur Natur

Um eine warme, natürliche Atmosphäre in den Wohnraum zu zaubern, sind viele Stoffe in dezenten Erdtönen wie Beige oder Dunkelbraun gehalten. Unterschiedliche Materialien verkörpern die Vielschichtigkeit der Natur. „Die aktuellen Stoffkollektionen berücksichtigen die Sehnsucht der Menschen nach mehr Ursprünglichkeit. Daher werden verstärkt auch Naturfasern wie Leinen in die Dessins mit eingewebt“, sagt Einrichtungsexpertin Schröder. Strukturen wie 3-D-Waben oder kaleidoskopähnliche Stickereien beziehen ihre Vorbilder ebenso aus der Natur.

Moderner Minimalismus

Auch Liebhaber des minimalistischen Wohnstils werden bei den aktuellen Fensterdeko-Trends fündig. Denn viele neue Dessins üben sich erfolgreich in der Kunst, sich aufs Wesentliche zu reduzieren. So überwiegen grafische Muster, eine klare Linienführung und reduzierte Farben – zum Beispiel modernes Grau oder klassisches Schwarz. Auf manchen Dekostoffen sind sogar plastische 3-D-Effekte zu sehen, die die graphischen Formen optisch hervortreten lassen. „Egal, welchen Stil man wählt: Damit die Dekostoffe am Fenster richtig zur Geltung kommen, empfiehlt sich stets die Kombination mit soliden Basics“, so der Expertenrat. Als transparente Gardinen mit Glanzstreifen oder leichtem, wellenähnlichen Muster können sie wahlweise aber auch selbst zum Blickfang am Fenster werden – zum Beispiel als geschmeidiges Raffrollo.

Funktionsstoffe

Abgesehen von den dekorativen können Gardinen auch technische Aufgaben übernehmen. So hat Hersteller Drapilux die Schalldämpfungseigenschaften seiner Gardinenstoffe vom Fraunhofer Institut für Bauphysik untersuchen lassen. Die Ergebnisse ermöglichen nun exakte raumakustische Planungen mit Dekorationsstoffen, die bisher mangels Daten nicht machbar waren. Die grundsätzliche Wirkung allerdings werden viele Reisende aus dem Urlaub von den schweren Hotelgardinen her kennen, die nachts nicht nur Dunkelheit, sondern auch mehr Ruhe verschaffen. Und schließlich lassen sich blickdichte, schwerere Stoffe gut als Raumteiler einspannen. Tagsüber unauffällig an die Fensterseite geschoben, nachts oder bei Bedarf ausgezogen schaffen sie mit wenig Aufwand Schlaf-, Arbeits-, oder Lagernischen. tdx/rck

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