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Bauen & Wohnen Kleine Lichter für den großen Auftritt
Mehr Bauen & Wohnen Kleine Lichter für den großen Auftritt
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16:57 11.02.2011
Spielerisch: Glaselemente wie die Tischplatte werden zur Lichtquelle. Xentelon
Spielerisch: Glaselemente wie die Tischplatte werden zur Lichtquelle. Xentelon
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Sie haben den Durchbruch geschafft: LED-Lampen setzen Möbel immer häufiger in Szene. Ob als Umrahmung für ein Regal oder als Zierleiste an einer Kommode – die kleinen Lampen in vielen Farben waren auf der Internationalen Möbelmesse in Köln an vielen Ausstellungsstücken zu sehen. „Es hat eine Weile gebraucht, bis sie breit aufgegriffen wurden“, sagt Ursula Geismann, Trendexpertin des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie. Denn vorgestellt wurden die kleinen Lichter schon im vergangenen Jahr – auch auf der Kölner Messe.

Natürlich kann man seine Möbel mit der neuen Technik problemlos nachrüsten: Einzelne LED-Halterungen werden an Regale oder Tische geklebt oder geschraubt. Die Lämpchen haben laut Geismann gleich mehrere Vorteile: Sie verbrauchen kaum Strom, werden nicht heiß und können je nach Farbe das gewünschte Stimmungsbild im Raum erzeugen.

Der neue Trend hat drei Gründe:

  • Jeder glänzt gern mit der neuesten Technik im Haus.
  • Man kann besser sehen, was in der Schublade ist, wenn Licht drin ist (wie im Kofferraum des Autos).
  • Das neue Kunstlicht bringt Atmosphäre ins Möbeldesign.

Das LED-Licht lässt sich dabei auf Knopfdruck individuell beeinflussen: „Ich kann per Fernbedienung Lichtfarbe und Stimmung gestalten“, erläutert Geismann. Denn die Leisten mit den kleinen Dioden sind programmierbar. So gibt es Laufleisten mit ständig wechselnder Lichtfarbe. Badezimmerschränke oder Vitrinen können von innen in sanftes Licht getaucht werden, Regale in poppiges Blau oder Grün. Die Dioden strahlen rot, grün und blau – aus der fürs Auge nicht wahrnehmbaren schnellen Abfolge dieser Farben lassen sich Millionen Farbtöne herstellen.

„LEDs sind sehr platzsparend und haben eine lange Lebensdauer“, ergänzt Wolfram Bliefert vom Lichtplanungsbüro Lumen³ in München. Es sei sehr unwahrscheinlich, dass ein Möbelstück auseinandergenommen werden müsse, um eine defekte LED zu ersetzen. All das hat den Designern zu neuen Möglichkeiten verholfen. Petra Daniels-Abel hat ihr Unternehmen Xentelon vor zwei Jahren quasi nur dazu gegründet, um den neuen Leuchten zu mehr Geltung und Einsatzmöglichkeiten zu verhelfen. „Mich hat immer gestört, dass im Möbeldesign so wenig mit dem Einsatz von Licht gearbeitet wird“, sagt die Innenarchitektin. Beleuchtete Hängeschränke, Regale und CD-Ständer können jetzt die Farbe wechseln oder im selben Licht strahlen – ganz nach Geschmack. Technik sorgt dafür, dass sie nicht blenden: Ein Sensor nimmt die Lichtstärke der Umgebung auf und reguliert das Licht entsprechend.

bw