Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Bauen & Wohnen Küchenschränke bieten Platz in allen Ecken
Mehr Bauen & Wohnen Küchenschränke bieten Platz in allen Ecken
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:55 03.07.2012
Ecken als Herausforderung: Küchenplaner finden immer eine Lösung. Quelle: AMK
Anzeige
Hannover

Wer Umzugskisten schleppt, merkt schnell, wie schwer Kücheninventar sein kann. Rund 250 Kilogramm wiegen Geschirr, Gläser, Töpfe und Pfannen einer durchschnittlichen vierköpfigen Familie. Das macht auch den Stauraum kostbar. Eckschranklösungen nutzen auch die schwer zugänglichen Bereiche perfekt aus.

Das Problem kennen vor allem die Besitzer kleinerer Küchen, deren Schränke in U- oder L-Form angeordnet sind. Doch auch in größeren Varianten wird so mancher kostbare Platz bislang verschenkt. Bestes Beispiel hierfür sind die sogenannten toten Küchenecken, an denen zwei Ober- und Unterschränke über Eck aufeinanderstoßen. Als Lösung bieten sich Eckschränke und Schrankeinsätze an, die Falttüren und drehbare Schrankböden haben. Wenn sich diese Böden auch noch hervorziehen lassen, ist der gesamte Schrankinhalt bequem zugänglich. „Dabei zählt jeder Zentimeter“, sagt Frank Hüther, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft „Die Moderne Küche e.V.“ (AMK) in Mannheim. Die bisher ungenutzten Ecken würden so zu Stauraumwundern.

Anzeige

„Die Karussellschränke sind in der Praxis gar nicht schlecht“, sagt der Verbandschef zu. Aber der Trend gehe eher zu großen Rastermaßen, also Schrankbreiten von 100 Zentimetern statt der früher üblichen 50 bis 60 Zentimeter. Die Karussells mit 80 bis 90 Zentimetern Durchmesser hätten Türöffnungen im halben Durchmesser zur Folge, dazu meistens Abstandsleisten zur Wand, und würden so optisch nicht zu den modernen Rasterweiten passen. In älteren Küchen oder wenn Platz vor Optik gehen müsse, seien sie aber eine beliebte Lösung.

Wenn zwei ganz normale Küchenschränke in einer Ecke aneinanderstoßen, lässt sich mindestens eine der Türen nicht mehr öffnen und man muss auf dem Boden kauernd mühsam im Schrank um die Ecke greifen. Oder man montiert als Nachrüstlösung Schrankböden, die in einer genau abgezirkelten Kurve aus dem Schrank ganz herausschwingen und so auch die versteckte Ecke nutzbar machen. Die Kurvenform erinnert an die Rennstrecke in Le Mans, und so heißt der Schrankeinsatz dann auch. Die Böden sind höhenverstellbar und in verschiedenen Größen für Türbreiten von 45,50 und 60 Zentimetern lieferbar.

Eine weitere Möglichkeit ist eben der klassische Karussellschrank , ein Eckschrank mit drehbaren kreis- oder segmentförmigen Böden, die um eine Achse herum gelagert sind. Bei Eckschranklösungen ohne Mittelrohr steht mehr Platz in der Fläche, aber meist etwas weniger in der Höhe zur Verfügung.

In 90 und 100 Zentimeter breiten Eckunterschränken beziehungsweise High-boards kommen kombinierte Auszieh- und Schwenkmechanismen zum Einsatz: Beim Öffnen gleitet die Tür samt Einhängeböden beziehungsweise -körben aus dem Eckunterschrank oder Highboard heraus und wird dabei seitlich weggeschwenkt. Gleichzeitig nimmt sie den hinteren Eckauszug mit, der dadurch ebenfalls vollständig zugänglich wird.

Ralf C. Kohlrausch

19.06.2012