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00:00 22.12.2012
Hier bleibt alles im Rahmen: Das begrünte Wandbild ist eine neue Idee des Handels. Quelle: Wallflower
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Eckental

Wohngestalter nutzen häufig Pflanzen als Gestaltungselement, sagt die Trendexpertin Eva Barth-Gillhaus aus Meerbusch bei Düsseldorf: „Die Natur rückt immer mehr in die Wohnung hinein. Pflanzen werden zunehmend integriert.“ „Hängende Pflanzen sind immer dann eine praktische Lösung, wenn auf der Fensterbank oder auf dem Fußboden in Fensternähe nicht ausreichend Platz zur Verfügung steht“, ergänzt Markus Gregg vom Fachverband Raumbegrünung und Hydrokultur im Zentralverband Gartenbau in Bonn.

Viele Zimmerecken taugen allerdings nicht für Pflanzen, weil dort nicht genügend Licht hinfällt. „Ich erlebe oft, dass Kunden die Standortangabe ‚schattig‘ mit ‚wenig Licht‘ gleichsetzen“, sagt Gartenbau-Ingenieurin Johanna Kulzer aus dem bayerischen Eckental. Das sei allerdings ein Irrtum: „Schattig“ bedeute vielmehr, dass die Pflanze nicht in der prallen Sonne stehen dürfe.

Die Gewächse sollten nicht zu weit vom Fenster entfernt stehen, dürfen aber auch nicht zu hoch hängen. „Das Licht fällt in unseren Breiten normalerweise von schräg oben ein“, erklärt Gregg. Im oberen Bereich des Zimmers ist es somit dunkler. Unter Umständen müsse dort deshalb eine künstliche Beleuchtung für die Pflanzen installiert werden.

Wer Pflanzen im Raum aufhängt, der sollte auf den Bodenbelag des Raumes achten. Möglicherweise vertrage dieser das Gießwasser nicht, das aus dem Topf tropft, sagt Gregg. Abgefallene Blüten, auf die die Bewohner treten, könnten zudem Flecken hinterlassen. Als Untergrund gut geeignet seien Fliesen oder Parkett, sagt Gregg.

Grundsätzlich passen alle Zimmerpflanzen in eine Ampel. „Besonders beliebt sind natürlich Hängepflanzen oder auch Kletterpflanzen, welche mangels einer Kletterhilfe ihre Triebe hängen lassen“, sagt Kulzer. Beliebte Beispiele sind die Efeutute, die Wachsblume und die Kletterfeige.

Schön wirken Pflanzen, die gerne nach unten wachsen, zum Beispiel die Grünlilie mit ihren hängenden Ausläufern. Auch Sukkulenten können das: Die Rhipsalis zum Beispiel hat filigrane und lange Stäbchenglieder. Die Triebe der Hatiora wachsen erst in die Breite und fallen dann herunter, erläutert Gregg.

Ampeln hängen in der Regel von der Decke oder an der Wand. „Es gibt ganz einfache Ampeln mit einem Pflanzgefäß aus Kunststoff“, sagt Gregg. „Durch drei Löcher am Gefäßrand sind Kettenaufhängungen geführt. Edler, aber schwerer sind Gefäße aus Keramik.“ Normale Töpfe können auch in Netze oder Körbe mit Aufhängungen gesetzt werden. „Im Trend liegen Körbe aus Naturmaterialien, aber auch aus Metall mit einem Vlieseinsatz“, sagt Trendkennerin Barth-Gillhaus.

Mehrere Gewächse finden in Ampeln an Haken oder einer Leiste nebeneinander oder untereinander Platz. „Dabei sollte immer die dominanteste Pflanze ganz unten positioniert werden“, rät Kulzer. Sein Tipp ist, einfache Hakenleisten oder Gitter aus der Küche zu verwenden.

Gärtnermeister Gregg erzählt, dass er für einen Kunden mal eine Baustahlmatte umlackiert habe. Diese sollte als Aufhängung für mehrere Ampeln mit Ketten in unterschiedlicher Länge dienen. „Der Vorteil bei dieser Lösung war: Man braucht nur eine Befestigung in der Wand oder Decke und kann den hängenden Garten flexibel umgestalten.“

Eine neue Idee aus dem Handel ist das begrünte Wandbild. In spezielle Bilderrahmen kommen bepflanzte Kissen, erläutert Gregg. „Schwach wachsende Pflanzen sind hier von Vorteil. Ranker sollte man entweder nach unten oder an die Seite setzen und gelegentlich mal stutzen, damit die Gesamtproportionen erhalten bleiben.“

Das Hauptproblem beim Gießen von hängenden Pflanzen ist oftmals die Höhe. Eine Hilfe kann eine Kanne mit einem dünnen, gebogenen und langen Ausgießer sein. Mit dem „Rüssel“ kann man sich besser einen Weg unter die Blätter der Pflanze bahnen.

Eva Neumann

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