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Bauen & Wohnen Schritt für Schritt zur sicheren Treppe
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10:23 10.06.2013
Foto: Natursteine wie wetterfester Granit eignen sich gut für Gartentreppen.
Natursteine wie wetterfester Granit eignen sich gut für Gartentreppen. Quelle: Marion Nickig
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Hannover

Wer ein Haus in Hanglage besitzt, braucht im Garten Treppen. Diese empfehlen sich auch in einem sanft abfallenden Gelände. Gartentreppen können Heimwerker gut selber anlegen - aber man sollte den Aufwand nicht unterschätzen und Sicherheitsaspekte berücksichtigen.

Damit niemand ausrutscht, empfiehlt Susanne Woelk von der Aktion Das Sichere Haus (DSH) in Hamburg grobporige Steinbeläge. Polierte Oberflächen werden bei Feuchtigkeit glatt. Holzbeläge seien nur dann einigermaßen rutschsicher, wenn sie gerillt und gegen Moosbewuchs geschützt sind.

Es gibt verschiedene Bauweisen für Gartentreppen

„Blockstufen sind eine für Do-it-Yourselfer sehr geeignete Methode zum Treppenbau“, sagt Michael Pommer, Trainer an der Heimwerkerschule DIY-Academy in Köln. Sie bestehen aus massiven Bauteilen wie vorgefertigten Betonschwellen oder aus Natursteinen wie wetterfestem Sandstein oder Granit. Eine schöne Idee sind auch Schwellen aus den Holzlatten alter Bahnschienen. Die Verbindungsstücke zwischen den Schienen werden aus Umweltschutzgründen vorher abgehobelt.

Der Heimwerker brauche wegen des Gewichts des Materials - es kann schnell über 100 Kilogramm betragen - einen Helfer, erklärt Pommer. Allein sei es nicht möglich, Schwergewichte wie Betonschwellen passgenau zu verlegen.

Die soliden Blockstufen benötigen einen festen Untergrund. Der Boden wird dafür mindestens 30 Zentimeter tief ausgehoben, beschreibt Pommer den ersten Arbeitsschritt. Hier hinein komme eine 15 Zentimeter dicke Schicht aus einem Mineralgemisch, das als Dränage zur Entwässerung dient. Darauf folge eine Schicht Mörtel aus breiartigem Magerbeton. Dieser werde sehr steif, weshalb das schwere Material der Stufe darüber nicht einsinken könne.

Beton, der zu schnell austrocknet, bröckelt ab

Heimwerker bauen eine Treppe aus Blockstufen von unten nach oben. Belastbar sei eine Stufe nach ein bis zwei Stunden, wenn die Betonschicht aus schnelltrocknendem Material angerührt werde, erläutert Pommer. Doch Vorsicht: Beton, der zu schnell austrocknet, bröckelt ab. Deshalb müsse der Bauherr die Treppe 28 Tage lang feucht halten, etwa indem er feuchte Leinentücher darauflegt oder die Stufen mit dem Gartenschlauch regelmäßig nass macht. Nach dieser Zeit sei das Bauwerk voll belastbar.

Auch andere Treppenvarianten brauchen einen solchen Untergrund. Bei Legestufen kommen darüber flache Steine oder Platten, sagt Peter Himmelhuber, Gärtner und Fachbuchautor aus Regensburg. Geeignet seien zum Beispiel Klinker, die mit Mörtel verfugt werden.

Ein Plateau nach fünf Stufen lädt zum Verweilen ein

„Bei Stellstufen bilden senkrechte Bretter oder Platten die Stufenfront“, erklärt Himmelhuber. Diese werden etwa mit Holzpflöcken im Boden gesichert oder auf ein ebenfalls senkrechtes Betonfundament im Boden errichtet. Dazwischen kommt Schotter als Entwässerungsschicht. Die Trittfläche kann mit losem Belag wie Schotter, Kies oder Rindenmulch, aber auch mit Pflastersteinen aufgefüllt werden.

Um bei großen Höhenunterschieden auf dem Weg nach oben eine Pause einlegen zu können, empfiehlt Woelk, nach fünf bis sieben Stufen eine breitere Stufe oder ein Plateau einzubauen, auf das ein Stuhl oder eine Bank zum Verweilen passe. Das sei gerade für Senioren und Menschen mit eingeschränkter Beweglichkeit ein Plus an Komfort - und an Sicherheit.

Zu Letzterem tragen auch Bewegungsmelder bei. Denn bei Nacht und in der dunklen Jahreszeit kann jede Stufe zur Stolperfalle werden. Diese Gefahr lässt sich durch eine gute Außenbeleuchtung entschärfen, erläutert Woelk.

Abstände müsse immer gleich sein

Ist eine Stufe höher oder niedriger als die anderen, kommt das Bein aus dem Tritt. „Um Stürze zu vermeiden, muss das Steigungsverhältnis über die gesamte Treppenlänge konstant bleiben“, erläutert Michael Pommer, Trainer an der Heimwerkerschule DIY-Academy in Köln. Die Stufen einer sicheren Außentreppe sollten zwischen zwölf und 15 Zentimeter hoch und mindestens 40 Zentimeter breit sein. Dann finden auch Menschen mit großen Füßen in Arbeitsschuhen sicheren Halt.

Stephanie Hoenig