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Bauen & Wohnen Wie wär’s mal mit Tapetenwechsel?
Mehr Bauen & Wohnen Wie wär’s mal mit Tapetenwechsel?
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00:40 30.04.2011
Farbenfroh und vielseitig: Neben großformatigen Uniflächen (Foto) liegen Streifenmuster im Trend. Foto: Deutsches Tapeten-Institut
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Tapeten sind nicht nur eine exklusive Dekoration – sie entwickeln sich mittlerweile zu einer regelrechten Wandkultur aus unterschiedlichsten Stilrichtungen, Farbgebungen und Materialien. Neben bereits bewährten Dauerbrennern unter den Tapetentrends wie beispielsweise Matt-Glanz-Effekten, Schwarz-Weiß-Grau-Kombinationen oder auch frischen Farben wie Beere oder Apfelgrün hat die diesjährige Messe Heimtextil in Frankfurt auch absolute Neuheiten ausgestellt.

▶ Stone Age: Moderne Steinoptik

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Natürliche Strukturen gepaart mit Dreidimensionalität bestimmen den Look der Tapeten in Natursteinoptik. Ob Schiefer, Marmor oder Backstein – tapezierte Wände im Steindekor schaffen ein modernes und sehr natürliches Flair. Sie lassen sich in nahezu alle Raumsituationen integrieren. Neben Stein zählt in diesem Jahr auch Holzoptik in verschiedenen Variationen zu den Favoriten der Wandgestaltung.

▶ Color Blocking: Kontrastprogramm

Bei diesem Trend wird es nie zu bunt: Der letzte Schrei – nicht nur in der Mode, sondern auch bei Tapeten – sind knallige Farben, die in unifarbenen Blöcken miteinander kombiniert werden. Beim Color Blocking gibt es keine Tabus: Jede Farbe kann mit einer anderen kombiniert werden – je auffälliger, desto besser.

▶ Einfach mal anders: Quer statt längs

Alte Gewohnheiten werden durchbrochen: Wo früher die Tapeten längs an der Wand hingen, werden nun die Streifentapeten quer an die Wand angebracht. Die Querstreifen verleihen dem Raum mehr Weite. Auch einzelne Paneele, die als Highlight die ansonsten einheitliche Tapete durchbrechen, sind angesagt und setzen gezielt Akzente.

▶ Edel geht immer: Formen mit Stil

Ob Rauten, Kuben oder filigrane Linien – grafische Formen verleihen dem Raum Modernität und puristische Eleganz. Insbesondere in Kombination mit unifarbenen Wänden in gedeckten Farben wie „Greige“ – der beliebten Mischung aus Grau- und Beigetönen – oder kräftigen Farben wird der Raum zum Eyecatcher.

▶ Digitales Zeitalter: Fotografien

Der persönlichen Kreativität sind mit Digitaltapeten keine Grenzen mehr gesetzt. Heimwerker und Individualisten können sich ihre ganz persönlichen Erinnerungen als Fototapete an die Wand kleben. Neben einer Auswahl an vorgegebenen Motiven und Fotos können eigene Bilder für den Druck auf Tapete bearbeitet werden. Damit wird das Zuhause zum Schauplatz der eigenen Inspiration. Acht Quadratmeter gibt es ab etwa 200 Euro, geliefert wird die Fototapete üblicherweise ebenfalls in aufgerollte Bahnen geschnitten. Für Digitaldrucke empfiehlt Ulrike Reich vom Deutschen Tapeten-Institut entweder Deutschlands nach eigenen Angaben kleinste Tapetenfabrik, die Florian-Caspar GmbH in Haan, oder eine Recherche im Internet.

▶ Tiefenwirkung: Struktur und Crush

Tapeten, die natürliche Materialien wie Leder, Pflanzenfasern oder Filz nachahmen, bieten nicht nur eine einzigartige Optik – sie überzeugen auch durch ihre Haptik. Die Crush-Optik, in der Mode bereits als bewährtes Stilmittel gesetzt, spielt mit visuellen Effekten und bricht die Sehgewohnheiten auf. Beide Trends verleihen den Wänden einen plastischen, teilweise dreidimensionalen Effekt und eine außerordentliche Raumwirkung.

bw/rck