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Abkühlung an Hitzetagen

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23:30 27.08.2019
Monoblock Geräte sind eine Variante der mobilen Raumklimageräte: Sie lassen sich überall da aufstellen, wo gerade etwas Abkühlung gebraucht wird. Quelle: Swegon/Fachverband Gebäude-Klima e. V./dpa-tmn
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Nachts ist es zu heiß zum Schlafen, tagsüber im Haus zu warm für jede Bewegung. Wer darüber nachdenkt, eine Klimaanlage zu kaufen, findet verschiedene Optionen im Handel – von mobil bis fest installierbar. Was taugt für wen?

Ich bin Mieter. Kann ich eine Klimaanlage installieren?
Ja, aber nur bestimmte Anlagen – es sei denn, der Besitzer stimmt zu. Denn der muss alle baulichen Veränderungen in seiner Immobilie genehmigen. Das betrifft natürlich auch einen Durchbruch von Wänden. Und der wäre notwendig, um ein fest installiertes Splitgerät anzuschließen, erläutert der Fachverband Gebäude-Klima. Eine solche Splitanlage hat zwei Teile. Eines ist fest im Raum installiert und durch Leitungen für das Kühlmittel mit dem Teil im Außenbereich verbunden. Solche Geräte sind üblicherweise fest verbaut – und daher auch nichts für den schnellen Kauf für Mieter. Laut dem Fachverband gibt es aber auch einige wenige flexible Splitgeräte im Handel.
Die praktikable Alternative für Mieter sind sogenannte Monoblockgeräte. Sie lassen sich einfach überall hinstellen, wo gerade etwas Abkühlung gebraucht wird. Ihre warme Abluft wird mit einem Schlauch durch ein gekipptes Fenster abgeleitet. Nachteil: Sie sind lauter als Splitgeräte und weniger effizient, erläutert der TÜV Rheinland. Denn durch das gekippte Fenster kommt immer auch etwas warme Luft von außen in den Wohnraum.

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Ich besitze ein Haus. Kann ich nachträglich eine Klimaanlage einbauen?
Ja, hier kann man ein Splitgerät fest verbauen oder den Monoblock flexibel aufstellen. Mit beiden Varianten wird aber in der Regel nur eine begrenzte Fläche gekühlt. Echte Klimaanlagen für das ganze Haus, wie man sie aus großen gewerblichen Gebäuden kennt, lassen sich zwar im Privatbau einbauen oder nachrüsten. Das ist aber sehr kostenaufwendig und daher nicht üblich, erklärt Günther Mertz vom Fachverband Gebäude-Klima.
Auch Lüftungsanlagen, die in vielen Neubauten zu finden sind und die das händische Fensteröffnen zum Luftaustausch ersetzen, lassen sich nur schwer um eine Klimafunktion erweitern. Denn die Leitungen sind nicht auf den für die Klimaanlage nötigen größeren  Luftaustausch ausgelegt. Diese Nachrüstung wird daher in der Praxis nicht umgesetzt, so Mertz.

Ich bin Besitzer einer Wohnung. Was kann ich tun?
Auch hierzu sagt der Fachverband: Die Nachrüstung einer echten Klimaanlage im Wohnungsbereich ist sehr kostenaufwendig. Besser seien mobile Mono- oder fest verbaute Splitgeräte. Aber Letzteres kann problematisch sein, denn bauliche Veränderungen kann auch ein einzelner Wohnungsbesitzer nicht einfach so entscheiden. Sie unterliegen dem Beschluss der Wohneigentümergemeinschaft.
Welche Art der Zustimmung nötig ist, hängt von der Art der Anlage und ihrer Installation ab, informiert die Eigentümergemeinschaft Haus & Grund.

Simone A. Mayer

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