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Wohn(t)räume Das Konzept ist entscheidend
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Das Konzept ist entscheidend

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23:30 27.08.2019
Wohntrends 2019
Reduziert: Große Couchlandschaften sind nicht mehr gefragt. Beliebt sind kleine Sofas, kombiniert mit einfachen Beistelltischen. Quelle: Franziska Gabbert/dpa-mag

Es gehe inzwischen weniger um einzelne Trends in Bezug auf Farben, Materialien und Formen, erläutert Ursula Geismann vom Verband der Deutschen Möbelindustrie (VDM). „Sondern es geht um Wohnkonzepte.“ Also darum, wie räumliche Einheiten aufeinander abgestimmt werden können. Drei Entwicklungen im Überblick:

Trend 1: Wohnbereiche  gehen fließend ineinander über
Der offene Wohnraum ist längst Realität – vor allen im Neubau. „Das starre Festhalten an Räumen wird es nicht mehr geben“, prognostiziert der IMM-Sprecher Markus Majerus. Das zeigt sich zum Beispiel bei Küchenmöbeln: Die Hersteller lassen sie mehr und mehr wie Schränke im Wohnzimmer aussehen. Beide verbinden bestenfalls gemeinsame Farb- und Stilbezüge – für den nahtlosen Übergang vom Herd bis zur Couch.

Trend 2: Reduzierte  Formensprache ist im Kommen
Viele Designer setzen sich aktuell wieder mit der Essenz der Möbel auseinander: Sie reduzieren ihre Entwürfe gestalterisch auf ein Minimum und vereinfachen die Formen.
Dazu passen die vielen Wiederauflagen alter Designs, die sich weiter großer Beliebtheit erfreuen. Thonet zeigt zum Beispiel den Kaffeehausstuhl 214 von 1859, der überarbeitet worden ist – ein Möbelstück aus nur sechs Bauteilen, zehn Schrauben und zwei Muttern.
Viele Sofas haben abgespeckt: Sie sind geradezu zierlich und stehen auf sehr schmalen Füßen.

Trend 3: Sich eine  gemütliche Höhle schaffen
Gemütlichkeit bleibt ein Thema. „Bei allen Veränderungen in der Gesellschaft ist das Zuhause ein Nest“, sagt Geismann. Dort wird die Work-Life-Balance ins Lot gebracht. Während man sich im Alltag immer mehr vernetzt, braucht man daheim Ruhe. Dazu passt, dass die Technologien für das Smart Home selbstverständlicher werden, allerdings dort eher im Hintergrund funktionieren. dpa/tmn

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