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Kommt denn die Sonne auch an?

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Solaranlagen
Regelmässig prüfen: Sollten die Erträge der Solarkollektoren im Anschluss an den Winter niedriger ausfallen, könnte das an möglichen Schäden liegen.  Quelle: Andrea Warnecke/dpa-mag

Im Anschluss an das Winterwetter sind die Module und Kollektoren von Solaranlagen oft beschädigt. Auf Folgendes sollten Besitzer achten:

Welche Schäden können entstehen?
Auch wenn Fotovoltaik- und Solarthermieanlagen ziemlich robust sind, ein starker Hagelschlag kann Risse in der Glasschicht verursachen und somit die Funktion beeinträchtigen, erläutert Zukunft Altbau, ein vom Umweltministerium Baden-Württemberg gefördertes Informationsprogramm. Auch große Äste können das Glas beschädigen. Darüber hinaus kann Dreck auf den Modulen die Stromproduktion einschränken.

Was können Besitzer selbst tun?
Immer mal wieder nach oben sehen. Denn grober Schmutz und auch große Schäden sind nicht immer offensichtlich. Außerdem sollte man die Solarstromspeicher im Haus prüfen. Ein oft gegebener Tipp ist auch das Fotografieren der Anlagen auf dem Dach. Vergrößert am Bildschirm können die Bilder Hinweise auf Schäden geben.
Auf kleine oder versteckte Schäden kann auch das Auswertungssystem der Solaranlagen und des Batteriespeichers hinweisen, das über eine App einsehbar ist, ergänzt Zukunft Altbau. Liegen die aktuellen Ertragswerte deutlich unter dem Ertrag des Vorjahres oder Vergleichswerten aus dem Internet, könne das ein Indiz für eine Störung sein.
Bei Solarthermieanlagen lassen sich zusätzlich die Werte über den Wärmemengenzähler vergleichen. Bei Modellen ohne diesen Zähler kann man fühlen: An sonnigen Tagen sollte sich die warme Leitung der Solarthermieanlage wärmer anfühlen als die kalte. Bei Unregelmäßigkeiten sollte man den Profi kommen lassen. Selbst auf das Dach zu steigen ist gefährlich, und die Anlagen sind nicht einfach so zu reparieren.

Läuft die Anlage nicht auch mit etwas Schmutz darauf ausreichend gut?
Gerade ab dem Frühling ist es wichtig, dass Solaranlagen gut funktionieren, erklärt Zukunft Altbau. Denn rund 80 Prozent ihres Jahresertrags erzeugen sie zwischen März und September, und die maximalen Erträge werden nur erzielt, wenn die Anlage einwandfrei läuft. Auf den Modulen und Kollektoren festklebendes Laub oder Dreck mindern unter Umständen die Leistung. Aber man muss nicht jedes Jahr den Profi rufen. Bei gleichbleibend hohen Erträgen und einem störungsfreien Betrieb reiche es, die Solaranlage alle vier bis fünf Jahre genauer unter die Lupe nehmen zu lassen.

dpa/tmn