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Umbruch bei privaten Fotovoltaikanlagen

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Solarmodule
Solarmodule für Fotovoltaik auf einem Hausdach: Im kommenden Jahr bekommen Betreiber mit 20 Jahre alten Anlagen für ihren Strom keine erhöhte Einspeisevergütung mehr. Quelle: Nestor Bachmann/dpa-mag

Die erste Generation von Fotovoltaikanlagen fällt 2021 aus der staatlichen Förderung. Was die Betreiber wissen müssen:

Wer ist von dieser Regelung betroffen?
„Alle, deren Anlage 20 Jahre oder mehr gelaufen ist“, erklärt Martin Brandis von der Energieberatung der Verbraucherzentrale. Für Anlagen, die bis Ende 2000 installiert wurden, beträgt die Einspeisevergütung 50,62 Cent pro Kilowattstunde. Im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist die Einspeisevergütung für eine Dauer von 20 Jahren festgelegt. „Wurde die Anlage also im Jahr 2000 oder früher installiert, endet die Einspeisevergütung zum 31. Dezember 2020“, erklärt Brandis.

Was bedeutet das Ende der Förderung für die Betreiber?
„Wir befürchten, dass der überwiegende Teil der Ü20-Anlagen nicht kostendeckend betrieben werden kann und deshalb abgeschaltet wird. Bis zum Jahr 2025 wären rund 1000 Megawatt Solarstromleistung betroffen“, sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft in Berlin. „Wenn wir die selbst gesetzten Klimaziele erreichen wollen, können wir auf den Weiterbetrieb dieser solaren Kraftwerksleistung nicht verzichten“, mahnt Körnig an.

Welche Möglichkeiten für einen Weiterbetrieb gibt es?
Die wirtschaftlich sinnvollste Lösung sei, „die Eigenverbrauchsquote zu maximieren“, meint Andreas Kuhlmann, Geschäftsführungsvorsitzender der Deutschen Energie-Agentur in Berlin.  „Da die ersten Anlagen sogenannte Volleinspeiser waren, müssen sie technisch umgerüstet werden. Das ist aber machbar.“

Darf der Strom zu Marktpreisen eingespeist werden?
Grundsätzlich besteht auch nach Ablauf der EEG-Förderung ein Anspruch auf die Netzanbindung. Für die Einspeisung ist im Rahmen einer „sonstigen Direktvermarktung“ ein Vertrag mit einem Energieversorger notwendig. Der Strom wird dann viertelstündlich bilanziert am Markt verkauft. 

dpa/tmn