Menü
Anmelden
Mehr Bilder Gewinner und Verlierer 2017 in Niedersachsen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:44 27.12.2017

Gewinner und Verlierer 2017 in Niedersachsen

Elke Twesten? Nie gehört! Das dürften sich auch viele Niedersachsen gedacht haben, als die Politikerin Anfang August für ein paar Wochen und republikweit Shooting-Star in allen Nachrichtensendungen wurde. Die bis dahin eher unauffällige Abgeordnete aus der zweiten Reihe saß für die Grünen im Landtag. Sie wollte aber nicht mehr grün sein, sondern schwarz werden. Mit ihrem Übertritt zur CDU kippte die 54-Jährige die rot-grüne Mehrheit im Landtag von Hannover. Die für den Januar 2018 angesetzte Landtagswahl wurde auf den 15. Oktober vorgezogen. Sich selbst katapultierte die dreifache Mutter erst einmal ins politische Aus, ihre alte Partei, die Grünen, auf die Oppositionsbank.

Quelle: dpa

Beim Oldenburger Energieversorger EWE legte Matthias Brückmann eine steile Karriere hin, die im Februar 2017 abrupt endete. Der Aufsichtsrat entließ den damaligen Vorstandsvorsitzenden fristlos - wegen „einer Vielzahl diverser grober Verfehlungen“. Hintergrund war unter anderem eine Spende von 253 000 Euro an eine Stiftung des Ex-Boxweltmeisters Wladimir Klitschko. Brückmann hatte die Summe 2016 nach Kiew überweisen lassen, ohne den Finanz- und Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates zu informieren. Gegen seinen Rauswurf bei einem der größten deutschen Stromanbieter geht der 55-Jährige gerichtlich vor. Im Januar beginnt ein Prozess, mit dem er erreichen will, dass die Kündigung für unwirksam erklärt wird und EWE ihm die ausstehenden Gehälter zahlt.

Quelle: dpa

Mit sieben Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe von umgerechnet rund 338 000 Dollar muss der frühere VW-Manager Oliver Schmidt in den USA für seine Rolle im Abgas-Skandal büßen. Der 48 Jahre alte Ingenieur aus Niedersachsen wurde Anfang Dezember in Detroit wegen Verschwörung zum Betrug und Verstoßes gegen Umweltgesetze verurteilt. Er war zwischen Februar 2012 und März 2015 als VW-Manager für Umweltfragen in den USA zuständig. Das FBI hatte Schmidt bereits im Januar vor dem Rückflug aus einem Winterurlaub nach Deutschland in Miami festgenommen, seither saß er im Gefängnis. Der 48-Jährige hatte seine Mittäterschaft rund um „Dieselgate“ zunächst abgestritten, sich im August dann aber schuldig bekannt.

Quelle: imago stock&people