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17:21 13.05.2019

Hier hilft die EU Hannover ganz konkret

Die EU macht Druck beim Naturschutz: Unter dem Namen Natura 2000 hat die Europäische Union schon 1992 beschlossen, dass ein zusammenhängendes Netz von Schutzgebieten in den Mitgliedsländern entstehen soll. In Deutschland und auch in der Region Hannover ist das lange vertrödelt worden. Deshalb hat Brüssel ein sogenanntes Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet, das Millionenstrafen nach sich ziehen kann. Seitdem herrscht Druck. Die Region hat aktuell 39 Naturschutzgebiete ausgewiesen und damit das Ziel noch nicht erreicht. Demnächst kommt das Altwarmbüchener Moor hinzu, bis zum Juni weitere zwölf. Unter ihnen sind der Hämeler Wald, das Westufer des Steinhuder Meeres und das Köllnischfeld im Deister.

Quelle: Martin Lauber

Saubere Luft: Offiziell heißt sie Richtlinie über Luftqualität und saubere Luft für Europa, Bekanntheitsgrad hat sie unter dem Begriff Feinstaubrichtlinie erreicht. Brüssel fordert sauberere Luft zum Atmen und hat Höchstwerte für Schadstoffe festgelegt. Weil Großstädte wie Hannover die Grenzen rissen, diskutierte die Nation jahrelang über Maßnahmen wie Umweltzonen (gibt es in Hannover), Fahrverbote für Dieselautos (gibt es nicht) zumindest auf hoch belasteten Straßen (gibt es auch nicht). Mittlerweile beruhigt sich die Lage, weil Brüssel Bemühungen anerkennt, die Werte zu drücken. In Hannover lagen sie zuletzt nur noch geringfügig über den Vorgaben.

Quelle: Moritz Frankenberg

Nachbarschaft: Den klassischen Tante-Emma-Laden muss man mittlerweile mit der Lupe suchen, für die modernen Supermärkte sind Dörfer als Standort aber uninteressant. Damit verlieren die kleinen Orte nicht nur Einkaufsmöglichkeiten, sondern auch Treffpunkte im Alltagsleben und damit sozialen Kitt. Es gibt eine Gegenbewegung: Immer häufiger gründen Bürger Genossenschaften. In der Region war dies in Springe-Altenhagen, Sehnde-Bolzum, Wedemark-Resse und in Neustadt-Mariensee der Fall. Ohne die EU wäre das nicht möglich, weil sie Dorfläden fördert – den in Mariensee etwa mit 100. 000 Euro. Die Dorfladenidee hat ihre Wurzeln in Dänemark.

Quelle: Mirko Bartels