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17:56 28.06.2019

Ehrenamtspreis: Das sind die Kandidaten 2019

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Jürgen Illmer – Einsatz für die Menschenwürde: Die Zahlen sind beeindruckend. Allein im Jahr 2017 wurden in der Kleiderkammer der Diakonie an der Berliner Allee 8 fast 20 Tonnen Kleidung an mehr als 9300 Bedürftige vergeben. Neben Decken, Handtüchern, Isomatten und Zelten wurde vor allem warme Kleidung ausgeteilt. In der Bekleidungsausgabe selbst sorgt Jürgen Illmer für menschliche Wärme. Ehrenamtlich engagiert sich der ehemalige Mitarbeiter des Jugendschöffengericht seit 2014, sortiert Spenden, richtet Regale und Kleidung her, ist Ansprechpartner für Bedürftige. „Das Engagement von Herrn Illmer sorgt dafür, dass Wohnungslose nicht in Lumpen durch die Stadt gehen müssen. In der Bekleidungsausgabe erhalten sie auch eine Portion Wertschätzung und Lebensqualität“, sagt der Leiter der Zentralen Beratungsstelle des Diakonischen Werk, Norbert Herschel. Ilmer selbst verweist auf ein Schild, das in der Kleiderkammer hängt. „Respekt und Würde ist Menschlichkeit“, ist darauf zu lesen. „Genau das bringen wir als Team den Menschen entgegen“, sagt der 73-Jährige. Kategorie Soziales und Mildtätiges, (01 37) 9 88 08 06 01

Quelle: Katrin Kutter

Klaus-Dieter Behringer – Die Kraft der gegenseitigen Hilfe: Klaus-Dieter Behringer war Handwerker bis er nach einem Unfall nicht mehr in seinem Beruf arbeiten konnte. Plötzlich fehlte ihm Struktur, und Behringer erkrankte psychisch. „Bis heute habe ich Angst davor, in ein Loch zu fallen“, sagt Behringer. Er fand Hilfe beim Verein Psychiatrie-Erfahrener Hannover. Die Selbsthilfeorganisation bietet Kontaktmöglichkeiten in einer Teestube an. „Dort können sich die Leute versorgen, unterhalten, am PC arbeiten. Es gibt Mal- und Musikgruppen“, erzählt Behringer, der sich schnell im Verein engagierte und erst in den Beirat und 2017 zum Vorsitzenden gewählt wurde. Als ehrenamtliches Mitglied der Ombudsstelle des Sozialpsychiatrischen Verbundes der Region vertritt er zudem die Interessen von Betroffenen. Außerdem engagiert sich Behringer in der Alzheimer Gesellschaft Hannover, die sich seit mehr als 25 Jahren um die Interessen von Demenzkranken kümmert. Der 66-Jährige begleitet Demenzkranke und hilft bei Fahrten mit Betroffenen und Angehörigen – zum Beispiel an die Ostsee. „Ich habe gelernt, wie wichtig es ist, ins Gespräch zu kommen und sich gegenseitig aufzufangen, wenn es einem schlecht geht.“ Dieses Gefühl sei sein Antrieb. „Es ist ein gutes Gefühl.“ Kategorie Soziales und Mildtätiges, (01 37) 9 88 08 06 02

Quelle: Samantha Franson

Monika Waterholter – Engagement für Fairkauf: Vor knapp zwölf Jahren wurde das Sozialkaufhaus Fairkauf als gemeinnützige Genossenschaft gegründet. Seit der Eröffnung im Januar 2008 unterstützt Monika Waterholter ehrenamtlich das Konzept, Menschen wieder fit für das Arbeitsleben zu machen. In Zusammenarbeit mit dem Jobcenter geht es darum, Kollegen, Auszubildende und Praktikanten einzuarbeiten. Waterholter gibt Näh-, Strick- und Häkelkurse, ist Ansprechpartnerin für Kunden und motiviert ihre Kollegen. „Ich brauche diesen Austausch, denn ich möchte unter Menschen sein“, sagt die 77-Jährige. „Mir macht es auch Spaß, mein Wissen weiterzugeben.“ Daher arbeitet sie gern mit jungen Leuten oder Menschen mit Migrationshintergrund zusammen. Waterholter engagiert sich aber auch für die Stiftung Bahnsozialwerk und lädt regelmäßig Kinder zu Bastelstunden in den Ferien ein. Außerdem arbeitet sie Käthe-Kruse-Puppen zugunsten der Kinderkrebsstation in Bonn auf. Die Kollegen des Sozialkaufhauses möchten dieses Engagement nun mit dem Leinestern ehren. „Frau Waterholter ist ein großes Vorbild bezüglich bürgerschaftlichem Engagement für jedes Mitglied einer humanitären Gemeinschaft“, heißt es in der Bewerbung. Kategorie Soziales und Mildtätiges, (01 37) 9 88 08 06 03

Quelle: Samantha Franson
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