Menü
Anmelden
Mehr Bilder So stehen Hannovers Bundestagsabgeordnete zum Thema Organspende
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:05 28.10.2019

So stehen Hannovers Bundestagsabgeordnete zum Thema Organspende

Sven-Christian Kindler, Grünen-Bundestagsabgeordneter: „Wir brauchen in Deutschland dringend mehr Organspenden. Aber Schweigen darf im Gesundheitssystem niemals Zustimmung bedeuten. Ich setze auf regelmäßige Befragungen und mehr Aufklärung für eine freie Entscheidung zur Organspende und eine bessere Organisation und mehr Transparenz in den Krankenhäusern, um das Vertrauen zu stärken."

Quelle: Irving Villegas

Jörn König, AfD-Bundestagsabgeordneter: „Ich werde gegen die Widerspruchslösung stimmen, denn wenn Organe des Körpers eines Bürgers verwendet werden sollen, muss dieser Bürger vorher explizit zustimmen. Alles andere ist aus meiner Sicht eine Verletzung der Grundrechte, hier . Zusätzlich habe ich zum Gesundheitssystem nur begrenztes Vertrauen. Es gibt gute und nachvollziehbare Gründe für die Widerspruchslösung, aber in der Gesamtabwägung bin ich zu dem obigen Schluss gekommen.“

Quelle: Moritz Frankenberg

Kerstin Tack, SPD-Bundestagsabgeordnete: „Ich werde für die Widerspruchslösung stimmen. Diese sieht vor, dass alle Menschen Organspender sind, wenn sie nicht widersprechen. Obwohl rund 84 Prozent der Menschen einer Organ- und Gewebespende eher positiv gegenüberstehen, liegt der Anteil mit Organspenderausweis nur bei 36 Prozent. Aus diesem Grund warten deutlich mehr Menschen auf eine Organspende, als es Spender gibt. Neben denjenigen, die ein Organ erhalten und damit einen größtmöglichen Akt der Solidarität erfahren, würde diese Regelung auch den Angehörigen potenzieller Organspender helfen. Aktuell sind sie kurz nach Tod einer von ihnen geliebten Person mit der Frage konfrontiert, ob es im Sinne des Verstorbenen ist, dass die Organe gespendet werden. Diese Last würde ihnen mit dem Gesetz weitgehend genommen."

Quelle: Katrin Kutter