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Hundehalter haften nach einem Hundekampf je zur Hälfte

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13:09 23.09.2019
Von Deutsche Presse-Agentur dpa
Oberlandesgericht Karlsruhe: Wenn beide Hunde eine Rauferei gleichermaßen verursacht haben, haften die Halter je zur Hälfte. Quelle: Uli Deck/dpa
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Karlsruhe

Nach einem Kampf zwischen zwei nicht

angeleinten Hunden hat die dabei verletzte Besitzerin des einen

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Tieres nur Anspruch auf die Hälfte des von ihr geforderten

Schmerzensgeldes.

Die Frau sowie der Besitzer des anderen Hundes

seien gleichermaßen verantwortlich für die Gefahr, die von ihren

Tieren ausging. Das entschied das Oberlandesgericht (OLGKarlsruhe

laut einem am Montag veröffentlichten Urteil (Az. 7 U 24/19).

Geklagt hatte die Frau, die im Juni 2016 in Mannheim während der

Rauferei zwischen den Hunden in die Hand gebissen worden war. Nach

der Operation dieser Verletzung erlitt sie am gleichen Tag eine

Lungenembolie und einen Schlaganfall mit schweren Folgen.

Das Landgericht Mannheim hatte den Mann daraufhin zu 50.000 Euro

Schmerzensgeld verurteilt und dessen volle Haftung festgestellt.

Dagegen war der Hundebesitzer in Berufung gegangen. Der genaue

Hergang des Geschehens - etwa welcher Hund zugebissen hatte - war

nicht mehr zu klären gewesen: Beide Hunde hätten die Rauferei

gleichermaßen verursacht, dadurch hafte der beklagte Hundehalter nur

zur Hälfte für die Folgen, befand das nun das OLG. Eine Revision

wurde nicht zugelassen.

dpa

Deutsche Presse-Agentur dpa 20.09.2019
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