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Wo Ameisen einen offiziellen Betreuer haben

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12:31 27.05.2019
Von Deutsche Presse-Agentur dpa
Jörg Beck zeigt einen Ameisenbau im Ameisen-Erlebnis-Zentrum in Ehrhorn. Aufgabe der Betreuer sind der Schutz und notfalls die Umsiedlung der geschützten Insekten. Quelle: Peter Steffen
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Rotenburg

In Niedersachsen werden Ehrenamtliche Betreuer von Ameisen gesucht. Ihre Aufgaben sind der Schutz und notfalls die

Umsiedlung der geschützten Insekten. Die Betreuer sollen Bürger mit

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Ameisennestern im Garten am Telefon und bei Bedarf auch vor Ort

beraten.

Ziel sei es, ein Zusammenleben auch im städtischen Bereich zu ermöglichen. "Meist können die Nester nach der Beratung und einer entsprechenden Aufklärung an Ort und Stelle bleiben, manchmal müssen sie aber auch umgesiedelt werden", sagte die Sprecherin

des Landkreises Rotenburg, Christine Huchzermeier.

Angesprochen seien grundsätzlich alle Naturinteressierten. "Für die

Ameisenbetreuer werden regelmäßig Schulungen angeboten", sagte

Huchzermeier. Entsprechende Kurse geben etwa der Förderverein

Deutsches Ameisen-Erlebnis-Zentrum (DAEZ) und der Landesverband

Niedersachsen der

Deutschen Ameisenschutzwarte (DASW).

"Wir suchen junge Leute, die uns unterstützen", sagte Jörg Beck,

Erster Vorsitzender des DAEZ und Geschäftsführer des DASW. Beck ist

als Ameisenschutzbeauftragter für die Landkreise Rotenburg, Verden,

Lüneburg und Harburg sowie den Heidekreis zuständig.

"Es gibt in Deutschland knapp 120 Ameisenarten, sie gehören wie die Bienen zur Ordnung der Hautflügler", erklärte Beck. "Davon bauen 14 Hügel. Diese hügelbauenden Arten stehen unter besonderem Artenschutz", sagte Beck.

Ameisen seien überaus nützlich. "So verbreiten etwa die Waldameisen

rund 180 Pflanzenarten, mehr als alle anderen Tierarten zusammen. Ein

bis einem Meter hoher Ameisenhügel kann täglich bis zu 100.000 vom

Menschen als schädlich eingestufte Insekten vertilgen", sagte Beck.

Außerdem dienen die Ameisen vielen Tierarten als Nahrung, zudem lockern sie den Boden auf.

dpa

Deutsche Presse-Agentur dpa 24.05.2019
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