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Restauranttests Gibt es hier den besten Burger Hannovers?
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02:15 26.02.2016
Von Ronald Meyer-Arlt
Nicht leicht, aber sehr schmackhaft: Duke-Chef Felix Förster mit einem BBQ-Burger. Quelle: Schaarschmidt
Hannover

Aber es könnte durchaus sein, dass Hakan Shanan und Felix Förster das schaffen. Nah dran sind die beiden auf jeden Fall. Das Duke ist neu in der Langen Laube. Anders als viele Burgerbratereien setzen der Besitzer und der Geschäftsführer nicht auf Amerika-Folklore, sondern auf Industrieromantik. Die Tische sind aus alten Europaletten zusammengezimmert, an der Wand hängt eine alte Hallenleuchte, die aussieht, als wäre sie nur kurz nach der Erfindung des Neonlichts erschaffen worden. Auf dem Bezahltresen steht ein Amperemeter und überall hängen Industrieleuchten mit Lampen, in denen Glühfäden sacht erröten.

Service

Adresse: 
Duke Burger
Lange Laube 16, 
30159 Hannover.

Öffnungszeiten:
 11 bis 21 Uhr

Preiskategorie: moderat

Es gibt nur zwölf Sitzplätze und auch keine Gästetoilette. Das ist etwas unfreundlich, aber möglich: Die kann man sich bei so wenig Plätzen sparen. Im Zentrum des kleinen Ladens steht ein wuchtiges Ledersofa, von dem aus man einen guten Blick auf die anderen Gäste hat. Viele Hipster sind darunter, viele Schüler, mittags auch viele Angestellte der umliegenden Büros.

Noch reichen zwei Personen hinter dem Tresen, um den Betrieb aufrecht zu halten. Felix Förster, der Geschäftsführer, ist einer von ihnen. Der 23-Jährige hat nach seiner Ausbildung zum Koch im Restaurant Rampoldi gearbeitet. Jetzt brät er hier ganz besondere Burger. Die Brötchen (Fachbegriff: Buns) sind Sonderanfertigungen aus Brioche-Teig, sie sind weder zu weich, noch zu hart und fühlen sich an der Röstseite schön crispy an. Die Scheiben aus Rinderhackfleisch (Fachbegriff: Patty) sind angenehm saftig, aber sie triefen nicht, sie schmecken so herzhaft und fleischig, wie Hamburgerbratlinge schmecken sollen. Felix Förster allerdings ist noch nicht ganz damit zufrieden. Demnächst wird er den Lieferanten wechseln und auf Biofleisch umstellen. Dann werden die – ohnehin nicht ganz günstigen – Hamburger noch ein bisschen teurer werden. Zurzeit gibt es den Hamburger für 5,90 Euro in der Normal- und für 7,90 Euro in der XXL-Version (normal reicht vollkommen). Ein Menu bestehend aus einem Hamburger, Pommes frites und einem Kaltgetränk kostet knapp 11 Euro.

Die besten Hamburger der Stadt wollen die Betreiber des Duke servieren - ein hoch gesetztes Ziel. Ein großes Schild vor dem kleinen Restaurant in der Langen Laube weist darauf hin: „Finest Burger in Town“. Wir haben die Burger getestet.

Wer die „Finest Burger in Town“ herstellen will, muss schon ein bisschen mehr bringen als die klassischen Hamburger und Cheeseburger. Und das gibt es hier. Sehr zu empfehlen ist der Gorgonzola-Burger mit gebratenen Zwiebeln, Birne und Gorgonzola (6,90 Euro) oder der BBQ-Burger mit gebratenenen Zwiebeln, Käse, Bacon und Barbecue-Soße (6,90 Euro). Der Käse für den normalen Cheeseburger wird hier übrigens nicht einfach aufs heiße Fleisch geklatscht, sondern auch auf dem Grill zubereitet: der Koch schaufelt eine Mischung aus geriebenem Mozzarella und Cheddar aufs Blech, wo alles zusammenschmilzt, bevor die Masse auf den Burger kommt. Leicht und cholesterinfrei ist das sicher nicht, aber sehr schmackhaft.

Ketchupflaschen finden sich im Duke übrigens nur auf dem Tresen vor der offenen Küche, nicht auf den Tischen. Man braucht sie eigentlich auch nicht, denn zu den Menüs gibt es selbst gemachte Dips. Und die sind große Klasse. Aioli-Limette (fruchtig) oder Wasabi-Honig (scharf, aber nicht zu scharf) passen gut zu den Beilagen. Die klassischen Pommes frites kommen kross und heiß aufs Tablett. Statt Tellern gibt es hier Metalltabletts, die mit Papier abgedeckt werden. Da ist reichlich Platz für Pommes, den Felix Förster auch stets gut nutzt. Die Portionen sind groß, auch wenn man nicht XXL bestellt. Bei den Beilagen setzt der Küchenchef auch auf das Besondere. So kann man hier auch Süßkartoffel-Fritten (interessanter Geschmack) oder Dippers (interessante Form) probieren.

Große Klasse ist auch das Tempo, mit dem in der offenen Küche zur Tat geschritten wird: Kaum hat man an der Kasse das Wort „Hamburger“ gesagt, schneidet der Kollege am Grill schon den Bun in zwei Hälften, und legt sie auf die heiße Platte.

Noch ein Vorteil: Man darf hier locker stilbrüchig werden. Hier wird keiner blöd angeschaut, der seinem Hamburger mit Messer und Gabel zu Leibe rückt. Bei Hipsterbärten ist das auch die angemessene Form des Hamburgerverzehrs.

Mein Fazit: Hamburgerbräterei ohne 
Amerikafolklore. Möglicherweise vielleicht doch die besten Hamburger der Stadt.

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