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Bankkunden sollten Zinsanpassung prüfen

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10:04 02.10.2019
Von Deutsche Presse-Agentur dpa
Wie viel Geld steht mir zu? Banken dürfen die Verzinsung für Sparverträge nicht einfach so ändern - dafür gibt es Regeln. Quelle: Christin Klose/dpa-tmn
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Potsdam

Zahlreiche Geldinstitute haben nach Angaben von Verbraucherschützern bei Prämiensparverträgen jahrelang zu wenige Zinsen ausgezahlt. In den Verträgen seien Klauseln zur Änderung des Zinssatzes verwendet worden, die rechtswidrig seien.

Die Verbraucherzentrale Brandenburg rät Bankkunden daher, die Zinszahlungen zu prüfen und gegebenenfalls Widerspruch einzulegen. Auf ihrer Webseite stellt sie dafür einen

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Musterbrief zur Verfügung.

Der

Bundesgerichtshof (BGH) urteilte bereits 2004, dass formularmäßige Zinsänderungsklauseln, die dem Kreditinstitut eine inhaltlich unbegrenzte Zinsänderungsbefugnis einräumen, unwirksam sind (Az.: XI ZR 140/03). Für Verbraucher muss einem

BGH-Urteil von 2017 zufolge zudem nachvollziehbar sein, wie sich die Zinsen ändern.

Verbraucherschützer: Tausende Euro Nachzahlungen

Diese Regeln haben nach Ansicht der Verbraucherzentrale Brandenburg nicht alle Geldinstitute eingehalten. Betroffenen stünden deshalb oft Nachzahlungen im vierstelligen Bereich zu - abhängig von Einzahlungshöhe, Anfangszins und Vertragslaufzeit. Kunden können die Bank schriftlich zur Nachzahlung auffordern. Experten können vorab bei der Berechnung möglicher Nachforderungen helfen.

Seit Mitte 2018 beobachten die Verbraucherschützer außerdem bundesweit, dass Prämiensparverträge gekündigt werden. Sie raten Betroffenen, dem zu widersprechen. Auch hierfür gibt es auf der Webseite der Verbraucherzentrale Brandenburg einen

Musterbrief. Spätestens bei dieser Gelegenheit sollten Kunden außerdem prüfen, ob richtig verzinst wurde.

dpa

Deutsche Presse-Agentur dpa 02.10.2019
Deutsche Presse-Agentur dpa 02.10.2019
Deutsche Presse-Agentur dpa 02.10.2019
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